Die Sterbecke-Talbrücke (östliches Teilbauwerk) der Autobahn 45 wird am Sonntag, 25. Januar, gesprengt, um Platz für einen Ersatz-Neubau zu machen. Das Technische Hilfswerk (THW) sorgt mit 80 Einsatzkräften für Sicherheit.

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Unter der Einsatzleitung des THW-Ortsverbands Halver werden am Sonntag 80 THW-Einsatzkräfte dafür sorgen, dass sich zum Zeitpunkt der Sprengung niemand im Sicherheits-Absperrbereich und damit im Gefahrenbereich aufhalten kann.

"In enger Abstimmung mit dem verantwortlichen Sprengmeister Michael Schneider, der Abbruchunternehmung Moß, der Autobahn GmbH und den beteiligten Behörden wurde der Einsatz vorbereitet", berichtet Matthias Oelke, Zugführer des THW Halver. Er erklärt die Pläne für den Tag der Sprengung: "Eine engmaschige Reihe von 52 Sperrposten im Umkreis von 300 Metern rund um die Brücke wird dafür bereits morgens ihre Positionen in dem teilweise sehr unwegsamen Gelände einnehmen. Auffälligkeiten werden nötigenfalls sofort über Funk gemeldet. Die Fachgruppe Ortung des THW Unna wird dann das gesamte, überwiegend bewaldete Gebiet mit Suchhunden absuchen. Außerdem werden Drohnen mit Wärmebildkamera eingesetzt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält, damit die Sprengung pünktlich nach Zeitplan stattfinden kann."

Das THW Halver wird mit 25 Einsatzkräften vor Ort sein und auch die Einsatzleitung stellen. Die weiteren Kräfte kommen aus den THW-Ortsverbänden Altena, Dortmund, Lüdenscheid und Unna.

Zudem wird am Sonntag von 10 Uhr bis voraussichtlich 16 Uhr die A 45 zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Mitte voll gesperrt. "Nach der Sprengung muss das Bestandsbauwerk gründlich überprüft werden, bevor der Verkehr dort wieder fließen kann", erklärt dazu die Autobahn GmbH.

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit mehr als 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seiner Erfahrung ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von Organisationen der Vereinten Nationen.