Am vergangenen Samstag, 21. Februar, beriet die SPD-Ratsfraktion im Wasserwerk in Siesel über den städtischen Haushalt für das Jahr 2026. Begleitet von Bürgermeister Ralf Beßler, Kämmerer Jannik Brinkmann und Hauptamtsleiter Matthias Steinhoff befasste sich die Fraktion eingehend mit dem in der Ratssitzung am 27. Januar eingebrachten Zahlenwerk.
Jannik Brinkmann verdeutlichte nochmals, dass ein Eintritt in die Haushaltssicherung im Jahre 2027 zwingend sei und darüber hinaus die Gefahr eines Nothaushalts drohe. Die Ursachen liegen aus seiner Sicht in den massiv gestiegenen Kosten im Jugendhilfebereich, dem starken Ansteigen der Kreisumlage und in der Vielzahl der Aufgaben, die den Kommunen ohne Gegenfinanzierung von Land und Bund aufgehalst werden.
Für die SPD-Fraktion ergab sich die Frage, wie man unter diesen Bedingungen die Strukturen in Plettenberg so ändern kann, dass die Stadt langfristig lebensfähig und handlungsfähig bleibt. „Die hohen Investitionskosten der kommenden Jahre in Feuerwehr- und Schulbauten belasten den Haushalt fraglos – aber welche Alternativen gibt es?“, so Fraktionsvorsitzender Stefan Langenbach. Ohne die Absenkung von bisher gewohnten Standards werde das nicht möglich sein – aber dies müsse so geschehen, dass die ehrenamtliche Arbeit, die für die Kommune notwendig ist, so wenig wie möglich beschädigt wird.
„Auf Politik und Verwaltung wartet in den kommenden Jahren die Quadratur des Kreises – und am Ende die Aufgabe, die in jeder Hinsicht schwierigen Lösungen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und sie ihnen zu vermitteln“, beschreibt Langenbach die Herausforderungen.
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