Auf dem Kleinkinderspielplatz Schmittenkamp in Oberbrügge-Ehringhausen gibt es künftig mehr Schutz vor der Sonne. Das Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen hat am Donnerstag, 27. August, ein Sonnensegel installieren lassen.

Eine Anwohnerin gibt den Anstoß

Ausgangspunkt für das Projekt war ein Hinweis einer Anwohnerin. Der Kleinkinderspielplatz liegt in einer erhöhten Lage und ist daher besonders der Sonne ausgesetzt. An heißen Tagen kann es dort schnell unangenehm warm werden.

Auch Jürgen Wichert, 1. Vorsitzender des Aktionsbündnisses Oberbrügge-Ehringhausen, kennt die Situation. „Ich laufe hier immer mit dem Hund entlang, ich bekomme das ja auch mit“, erzählt er.

Zunächst sollten Bäume die Beschattung übernehmen. Die Stadt hatte diese Maßnahme auch umgesetzt — für eine schnelle Lösung schien dies dem Aktionsbündnis jedoch nicht geeignet. „Die Idee ist gut, aber ich sage mal: bis die Bäume groß sind, liege ich sehr wahrscheinlich 1,50 Meter tief“, sagt Wichert und macht damit deutlich, dass die gewünschte Beschattung durch die Bäume noch einige Zeit auf sich warten lassen würde.

Aus der Idee wird ein Förderprojekt

Das Aktionsbündnis entschied sich deshalb für eine andere Lösung. „Wir vom Aktionsbündnis haben uns gesagt: Lasst es uns selbst in die Hand nehmen“, berichtet Wichert. Die Idee: Ein Sonnensegel sollte mithilfe der Regionalen Kleinprojekteförderung finanziert werden. Das Aktionsbündnis stellte einen entsprechenden Antrag – mit Erfolg. „Und wie der Zufall es will, hat die Regionale das genehmigt.“, sagt Wichert.

Die Gesamtkosten des Projekts wurden mit 14.800 Euro beantragt. 80 Prozent der Kosten werden über die Förderung abgedeckt. Für die verbleibende Summe suchte das Aktionsbündnis weitere Unterstützung: "Wir haben die Bürgerstiftung Halver angeschrieben, ob sie uns die Differenz sponsert“, erklärt Wichert. Und die Stiftung sagte ihre Unterstützung zu und stellte zunächst einen Zuschuss von 3000 Euro bereit. Die endgültige Abrechnung steht jedoch noch aus.

Innerhalb weniger Monate umgesetzt

Schnell ging es anschließend mit der Umsetzung. „Das ging jetzt ruckzuck“, sagt Wichert. Die Idee entstand nach seinen Angaben Ende April, bereits im Mai endete die Antragsfrist für die Förderung. Am Donnerstag, 27. August, wurde das Sonnensegel schließlich auf dem Spielplatz aufgebaut.

Ganzjährig soll es allerdings nicht hängen bleiben. „Es wird im Herbst abgenommen und im Frühjahr wieder aufgebaut.“, erklärt Wichert. Dadurch soll das Sonnensegel vor den Witterungsbedingungen im Winter geschützt werden.

Wie das Auf- und Abbauen sowie die Pflege künftig organisiert werden, sei noch nicht abschließend geklärt. „Wir überlegen derzeit, ob wir es über die Firma pflegen lassen, die es nun aufgebaut hat“, erklärt der 1. Vorsitzende.