In Lüdenscheid wird am Samstag, 11. April, an die letzten Tage der nationalsozialistischen Herrschaft in der Stadt erinnert. Unter dem Titel „Die letzten Tage der NS-Diktatur in Lüdenscheid 11.–13.4.1945“ lädt der Ge-Denk-Zellen-Verein zu einem historischen Rundgang ein.
Stationen zwischen Sternplatz und Friedhof
Der Rundgang beginnt um 15 Uhr am Sternplatz und führt bis zum evangelischen Friedhof. An insgesamt sieben Stationen informieren die Veranstalter über Ereignisse in den letzten Kriegswochen im April 1945. Im Mittelpunkt stehen dabei Tötungsdelikte sowie die Auswirkungen von Antisemitismus und Rassismus während der Endphase der NS-Herrschaft in Lüdenscheid. Auch das Arbeitserziehungslager Hunswinkel wird thematisiert.
Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart
Die Veranstaltung versteht sich nicht nur als historischer Rückblick, sondern soll unter der Fragestellung "Kann die Erinnerung an die NS-Diktatur zum Erhalt der Demokratie beitragen?"auch als Impuls für die Gegenwart dienen. Der Rundgang soll Raum für Austausch darüber bieten, welche Bedeutung die Erinnerung an die NS-Diktatur für heutige gesellschaftliche Entwicklungen hat. Anlässlich des 81. Jahrestages des Kriegsendes steht insbesondere die Frage im Raum, welchen Beitrag das Gedenken zur Stärkung demokratischer Werte leisten kann.
Einladung zum Austausch
Der Ge-Denk-Zellen-Verein lädt alle Interessierten ein, an dem Rundgang teilzunehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Ziel ist es, die lokale Geschichte Lüdenscheids stärker ins Bewusstsein zu rücken und ihre Relevanz für Gegenwart und Zukunft der Stadt zu verdeutlichen.










