Zum Jahreswechsel 2025/2026 ist es im Ennepe-Ruhr-Kreis vergleichsweise ruhig geblieben. Die Kreisleitstelle verzeichnete insgesamt 62 Einsätze.
Wie der Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr (KFV-EN) am Donnerstagnachmittag, 1. Januar, mitteilte, entfielen in der Zeit von 0 Uhr bis 7 Uhr am Neujahrsmorgen 31 Einsätze auf die Feuerwehren und 31 auf den Rettungsdienst. Insgesamt spricht der Verband von einer „verhältnismäßig ruhigen Nacht“.
Feuerwehren vor allem bei Bränden gefordert
Bereits vor Mitternacht wurde die Feuerwehr Sprockhövel zu einem Wasserrohrbruch alarmiert. In einem Wohngebäude war es zu einem Wassereintritt gekommen. Nachdem Mitarbeitende der Wasserwerke die Leitung abgesperrt hatten, entfernte die Feuerwehr das Wasser mit einem Wassersauger.
Kurz nach Mitternacht kam es in Herdecke in der Berliner Straße zu einem Balkonbrand im ersten Obergeschoss eines größeren Wohngebäudes mit rund 150 Bewohnerinnen und Bewohnern. Im weiteren Verlauf griff das Feuer auf Gebäudeteile über. In der Notrufmeldung hieß es, der Treppenraum sei verraucht, zudem befinde sich eine gehbehinderte Frau im vierten Obergeschoss in Gefahr. „Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr Herdecke konnte der Brand gegen 0.40 Uhr unter Kontrolle gebracht werden“, so der KFV-EN. Sechs leicht verletzte Personen mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Unterstützt wurde der Einsatz durch den Leitenden Notarzt, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie eine Drehleiter der Feuerwehr Wetter (Ruhr).
Auch in Hattingen wurde kurz nach Mitternacht ein Balkonbrand gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer jedoch bereits erloschen, ein Eingreifen war nicht mehr notwendig.
Weitere Einsätze betrafen unter anderem brennende Papiercontainer und glimmende Überreste von Feuerwerkskörpern.
Typische Silvestereinsätze für den Rettungsdienst
Der Rettungsdienst hatte es laut KFV-EN überwiegend mit „klassischen Silvestereinsätzen“ zu tun. Dazu zählten mehrere Hand- und Gesichtsverletzungen durch Feuerwerkskörper. In einem besonders schweren Fall verlor eine Person im Stadtgebiet Witten durch einen Feuerwerkskörper eine Hand.
Auffällig war nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes, dass es „deutlich weniger Alkoholvergiftungen als in den Vorjahren“ gegeben habe.
Darüber hinaus wurde der Rettungsdienst zu einer Reanimation sowie zu einer Intensivverlegung einer Patientin mit akutem Schlaganfall alarmiert.








