Nach mehr als zwei Jahrzehnten verabschiedet sich Professor Dr. Christopher Kelm, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und spezielle Viszeralchirurgie, in den wohlverdienten Ruhestand. Fast 23 Jahre hat der Chirurg die Entwicklung der Viszeralchirurgie am Klinikum Lüdenscheid maßgeblich mitgestaltet – fachlich, strukturell und menschlich. In dieser Zeit führte er insgesamt 45.000 Operationen durch
Als Professor Kelm Anfang der 2000er-Jahre nach Lüdenscheid kam, übernahm er Verantwortung in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Rückblickend beschreibt er diese Zeit als intensiv und vielfältig: geprägt von personellen Wechseln, strukturellen Neuausrichtungen, baulichen Maßnahmen und der kontinuierlichen Weiterentwicklung medizinischer Standards. Bei allen Veränderungen stand für ihn stets der Mensch im Mittelpunkt – mit dem klaren Anspruch, Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.
Gründer des Darmkrebs- und Prankreaszentrums
Unter seiner Leitung entwickelte sich die Klinik kontinuierlich weiter und erlangte einen guten Ruf über die Region hinaus. Bedeutende Meilensteine waren die Gründung des Märkisches Darmkrebszentrum Lüdenscheid (MDKzLs) sowie des Pankreaszentrums Westfalen-Süd. Darüber hinaus wurde die Klinik als erste Abteilung innerhalb der Märkischen Kliniken durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.
Auch medizinisch setzte er wichtige Akzente: Die konsequente Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationsverfahren führte dazu, dass heute mehr als 60 Prozent der Eingriffe laparoskopisch erfolgen – ein deutlicher Fortschritt zu klassischen Eingriffsmethoden.
Gechäftsführer dankt für den Einsatz
Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, würdigt das langjährige Wirken von Professor Kelm: „Professor Dr. Kelm hat die Viszeralchirurgie am Klinikum Lüdenscheid über viele Jahre hinweg mit großer fachlicher Kompetenz, persönlichem Engagement und klarer Verantwortung geprägt. Sein Einsatz für eine hochwertige Patientenversorgung und seine Verbundenheit mit dem Haus und seinen Mitarbeitenden verdienen hohe Anerkennung. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“
Über 45.000 Operationen am Klinikum
Über 45.000 Operationen prägten seit 2003 seinen Berufsalltag. Hinzu kamen vielfältige öffentlichkeitswirksame Aktivitäten – von Informationsveranstaltungen über kreative Projekte bis hin zu regelmäßigen Formaten wie „Schule trifft Chirurgie“. Besonders wichtig war ihm immer der Teamgedanke. „All das, was wir erreicht haben, war nur gemeinsam möglich“, betont er rückblickend. Sein ausdrücklicher Dank gilt dem gesamten Team: den Pflegekräften auf Station und im OP, den Kolleginnen und Kollegen der Anästhesie, den Stomatherapeutinnen, den Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie allen weiteren Mitarbeitenden, die über viele Jahre hinweg zum Erfolg der Klinik beigetragen haben.









