Die Kernstadt muss den Verlust eines weiteren prägenden Baumes verkraften: An der Villa Wippermann musste ein alter Bergahorn entfernt werden.

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Für den Baum sei es „höchste Zeit gewesen“, hieß es am Mittwoch, 28. Oktober, vor Ort an der Schulstraße durch den Baumpflegedienst Turk. Das Gehölz, das den Parkcharakter an dieser Stelle maßgeblich mitgeprägt hatte, war von Pilzen befallen und stellte eine Gefahr im Sinne der Verkehrssicherungspflicht dar.

Der Befall war auch für Laien an den Schnittstellen erkennbar, wo das Holz bereits weiß und mehlig zersetzt war. Bereits im Februar 2022 hatte eine benachbarte Buche am Parkplatz des Regionalmuseums aus ähnlichen Gründen gefällt werden müssen.

Der Vorfall dürfte die Diskussion über den Erhalt und zeitnahen Ersatz innerstädtischen Grüns neu entfachen. So wächst in Teilen der Bürgerschaft die Sorge, dass auch beim Neubauprojekt der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle bis zu drei charakteristische Bäume weichen müssen.

Hat die Baumreihe zwischen Kulturbahnhof und Werkhof noch eine Zukunft? Die Frage stellt sich mit dem geplanten Bau des Boardinghouses.
Foto: Florian Hesse

Unter Beobachtung steht zudem der Grüngürtel zwischen dem Werkhof und dem Parkplatz am Kulturbahnhof. Auf dieser Fläche ist der Bau eines Boardinghouses geplant – ein Vorhaben, das zwar politisch auf breite Zustimmung stößt und den Schlusspunkt unter die bisherige Erschließung des Wippermann-Areals setzt. Doch es lässt eben auch weitere Eingriffe in das Stadtgrün befürchten.