Rönsahl. Der Löschzug Rönsahl und der Löschzug Stadtmitte führten laut Feuerwehr die Übung mit insgesamt 40 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen durch. Einsatzstichwort war demzufolge „F1 Gebäudebrand mit drei Menschen in Notlage“. Verantwortlich für die Übung ist laut Mitteilung Christoph Auerswald vom Löschzug Rönsahl gewesen.
Küchenbrand blockiert Fluchtwege
Das Übungs-Szenario skizziert Christian Schwanke von der Feuerwehr Kierspe wie folgt: „In der Küche im Erdgeschoss war es zu einem Brand mit einer starken Verrauchung gekommen.
Dadurch war für drei Personen im ersten Obergeschoss und im zweiten Obergeschoss der Fluchtweg abgeschnitten.“

Und weiter: „Die Einsatzkräfte übten die sofortige Menschen-Rettung über eine Multifunktionsleiter und eine dreiteilige Schiebleiter. Um ins Innere des Gebäudes zu kommen, mussten die Einsatzkräfte Fenster eingeschlagen. Mehrere Trupps waren unter Atemschutz im Gebäude tätig.
Diese wurden durch eine Atemschutzüberwachung engmaschig überwacht.“

Zeitgleich leiteten laut Meldung ihre Kollegen die Löscharbeiten von innen und von außen ein. Dafür entnahmen sie nach Feuerwehrangaben mit einer Saugleitung auch Wasser aus dem Rönsahler Bach. „Durch eine taktische Ventilation wurde das Gebäude gelüftet“, erläutert die Feuerwehr.
Bilanz: „Feuer aus“ und alle Personen gerettet
Am Ende konnte „Feuer aus“ und die Rettung aller Personen laut Schwanke gemeldet werden.
„Da das Gebäude kurz vor dem Abbruch steht, arbeiten die Einsatzkräfte mit echtem Feuer. Dafür wurden Baumschnitte in einer Feuerschale verbrannt“, heißt es im Nachbericht. Das habe zu einer extremen Rauchentwicklung ohne Sicht geführt. Dieser Effekt sei laut Feuerwehr mit einer Nebelmaschine nicht zu simulieren.
„Die Feuerwehr Kierspe dankt der Stadt Kierspe für die Nutzung des Objekts und bei den Nachbarn für das Verständnis“, heißt es abschließend.
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