Rönsahl. Das herrschaftliche Gebäude an der Hauptstraße wurde nicht nur eingerüstet, sondern komplett verkleidet und sogar überdacht. Das wurde nötig, weil bei dem Brand am Abend des 22. Oktober das Dach völlig zerstört wurde.
Das war fatal, weil Nässe für das denkmalgeschützte Gebäude eine erhebliche Gefahr darstellt. Das galt insbesondere auch für das Löschwasser. Zwischenzeitlich befürchtete Architektin und Feuerwehrfrau Barbara Hemicker sogar, die Außenwände würden dem nötigen massiven Löschwassereinsatz nicht standhalten – trotz massiver Bauweise. Diese Sorge ist zwischenzeitlich vom Tisch und die Weichen für den Erhalt der Villa konnten gestellt werden.
Die Diplom-Ingenieurin wartet nun selbst darauf, die entstandenen Schäden inspizieren zu können. Daran ist im Moment noch nicht zu denken.
Das Gebäude werde aus Sicherheitsgründen derzeit nur von den spezialisierten Fachkräften in Schutzanzügen betreten. Der erste Schritt ist nun die Beseitigung des Schutts, der beim Brand angefallen war.
Erst wenn das historische Anwesen von diesem Rückständen befreit wurde, kann der ursprüngliche Plan zur Komplettsanierung weiterverfolgt werden. Dazu gehört insbesondere auch die Besichtigung mit Experten, um eine Vorgehensweise bei der Instandsetzung festzulegen. Denn baufällig war das Gebäude bereits vorher.
Der Architektin ist die Erleichterung anzumerken. Für sie ist das Projekt nach eigenem Bekunden auch Herzenssache. Entsprechend niedergeschlagen, bisweilen fassungslos wirkte sie kurz nach dem Brand, bei dem ein nötiger Abriss der Immobilie befürchtet werden musste. Nun geht es schrittweise vorwärts, die ersten Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Die Polizei teilte auf Anfrage von LokalDirekt mit, dass die Untersuchungen zur Brandursache zwar nicht abgeschlossen seien, jedoch auch bislang keine weiteren Ergebnisse geliefert hätten. Nach wie vor stünde der Verdacht der Brandstiftung im Raum. Die Brandstelle sei durch die Flammen jedoch so stark entstellt, dass die Untersuchungen der Kripo bislang keinen genauen Brandort -oder Auslöser geliefert hätten.









