
Die Handballer des HTV Hemer haben das geschafft, woran sich diverse Teams seit Monaten vergeblich versucht hatten. Die Schützlinge von Bosko Bjelanovic knackten den Heimnimbus des TuS Volmetal. Erst die zuletzt arg gebeutelten Hemeraner konnten die in dieser Regionalliga-Saison in der Dahler Sporthalle ungeschlagenen Taler verdient mit 27:26 (12:14) bezwingen. „Ich bin stolz auf die Jungs, das war eine herausragende Teamleistung, alle haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen“, lobte der HTV-Coach
TuS Volmetal nahm die Gäste nicht auf die leichte Schulter
Der TuS Volmetal hatte vor dem Anpfiff von Hendrik Zoghbi und Florian Mohr drei Heimsiege in Folge verbucht und zwar 34:32 gegen SGSH Dragons, 35:34 gegen LIT 1912 II und 36:30 gegen SV Rödinghausen. Trainer Stefan Neff hatte seine Mannschaft davor gewarnt, den zuletzt mit 28:39 gegen die SG Menden Sauerland Wölfe unterlegenen HTV Hemer auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Hausherren folgten ihrem Übungsleiter und bestimmten in der ersten Hälfte erst einmal die Szenerie. Über 5:1 (9.), und 11:6 (20.) sah es nach einem weiteren Heimerfolg des bisherigen Rangsechsten aus. Fast wäre der Vorsprung noch um einen Zähler höher ausgefallen, wenn nicht der Ex-Letmather Noah Bujak beim Zwischenstand von 7:3 einen seiner insgesamt neun Siebenmeter verworfen hätte.
Die Hemeraner stemmten sich gegen drohende Niederlage
„Bis dahin haben wir nicht schlau genug gespielt. Die Probleme im Angriff haben wir mit der Umstellung auf sieben gegen sechs gelöst“, begründete Bosko Bjelanovic die Änderung der taktischen Marschroute. Nach dem 11:6 stand die Abwehr kompakt und im Abschluss stimmte die Effektivität. Innerhalb von nur fünf Minuten verkürzte der HTV auf 11:10. Der TuS Volmetal wollte den Lauf der Gäste stoppen und nahm eine Auszeit. Aber danach traf Florian Stracke zum Ausgleich. „Da waren wir wieder im voll Spiel, der erfolgreiche Zwischenspurt hat uns das nötige Selbstvertrauen zurückgebracht“, erklärte der HTV-Trainer. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine offene Partie, in der die Hausherren nach dem 12:12 bis zum Pausenpfiff noch zwei Treffer nachlegten.
Die Hemeraner stemmten sich gegen drohende Niederlage
Im zweiten Durchgang konnte niemand mit Gewissheit die Frage nach dem späteren Sieger beantworten. Es ging weiter mit immer wieder wechselnden Führungen. Vorteil TuS Volmetal - 20:17 (40.) und 23:20 (47.). Aber der HTV Hemer ließ nicht locker und setzte sich nach dem Drei-Tore-Rückstand erfolgreich in Szene. Zwei Treffer von Moritz Eigenbrodt sahen die Gäste beim 23:24 auf dem richtigen Weg. Danach ging es hektisch zu. Die Gastgeber gingen vier Minuten vor der Sirene noch einmal mit 25:24 in Führung. Aber dann setzten die Hemeraner zum alles ententscheidenden Schlag an. Tore von Florian Stracke, Elias Lübbering und Luca Jünger ließen das hartumkämpfte Spiel erneut und zwar endgültig kippen – 25:27. Mehr als den Bujak-Siebenmeter ließ der HTV nicht mehr zu. „Wir haben endlich einmal das abgerufen, was wir spielen können“, stellte der sportliche Berater Stefan Flügge klar.
Die Dragons kommen am Samstag in das Grohe Forum
Nun steht für den HTV Hemer das nächste Derby vor eigenem Publikum auf dem Programm. Am Samstag geben die überraschend bei der SG Menden Sauerland Wölfe erfolgreichen Dragons aus Schalksmühle ihre Visitenkarte ab. Anwurf ist um 19 Uhr im Grohe Forum, wenn die Wiedergutmachung für die letzte Heimniederlage gelingen soll. Zuvor (Anpfiff: 16.30 Uhr) erwarten die von Vanessa Rohlf trainierten Frauen als Oberliga-Spitzenreiter den ASC Dortmund II.
HTV Hemer: Max Müller, Dominik Bock, Timo Grothe; Frederik Steppeler (1), Luca Jünger (3), Moritz Eigen-brodt (6/2), Jonas Brieden (1), Moritz Frenzel, Joel Jünger, Jakob Ellert (4), Elias Lübbering (5), Ole Selle (1), Leon Schulte.







