Im Rahmen der Regionale 2025 stand in Menden die Zukunft der Mobilität im Mittelpunkt. Die Abschlussveranstaltung zum Thema fand in einem der modernsten Gewerbegebiete Südwestfalens statt, teilt die Südwestfalen Agentur mit. Dort, wo derzeit ein neuer Mobilitäts-Hub entsteht. Dieser soll künftig als zentraler Knotenpunkt zeigen, wie vernetzte und betriebliche Mobilität in der Praxis funktionieren kann.

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Im Beisein von NRW-Staatssekretär Viktor Haase stellten die Teilnehmer zentrale Erkenntnisse aus den Projekten der Regionale vor und gaben einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. „Die Mobilitätsstrategie ist eine gute Basis für eine enge Zusammenarbeit der Kreise in Südwestfalen und eine bessere Vernetzung der Angebote. Diese sind entscheidend für eine gut funktionierende Mobilität für die Menschen in der Region. Nur gemeinsam können wir einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Es braucht verlässliche Strukturen und ein starkes Engagement in den Regionen“, sagte Haase (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen).

Staatssekretär Viktor Haase (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen) betonte bei seinem Besuch in Menden, dass die Mobilitätsstrategie eine gute Basis für eine enge Zusammenarbeit darstelle.
Foto: Udo Geisler

Auch Landrat Ralf Schwarzkopf hob hervor, dass Mobilitätsangebote stärker an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausgerichtet werden müssten.

„Lebenswertes Gewerbegebiet“ in Menden

Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung ist laut Südwestfalen Agentur, dass Mobilität stärker vernetzt gedacht werden muss. Nur wenn Bus, Bahn, Fahrrad und Sharing-Angebote ineinandergreifen, entstehe auch im ländlichen Raum echte Alternativen zum Auto. Ein Beispiel liefere das Mendener Regionale-Projekt „Lebenswertes Gewerbegebiet“. Künftig verbindet eine Buslinie wichtige Punkte der Stadt mit einem zentralen Platz im Gewerbegebiet. Von dort aus können Beschäftigte die „letzte Meile“ mit E-Bikes, Scootern oder perspektivisch autonomen Kleinbussen zurücklegen.

Die Projekte der Regionale zahlen auf die Mobilitätsstrategie Südwestfalen ein, die gemeinsam mit Akteuren der Region erarbeitet wurde, teilt die Südwestfalen Agentur weiter mit. Schwerpunkte seien unter anderem betriebliche Mobilität, der Ausbau des Radverkehrs, vernetzter öffentlicher Nahverkehr sowie neue Angebote im Freizeitverkehr.

Dass innovative Ansätze bereits umgesetzt werden, zeigten Beispiele aus der Region: In Freudenberg wird die Altstadt weitgehend autofrei gestaltet, im Kreis Soest wächst das Angebot an On-Demand-Verkehren, und in Menden wurden gemeinsam mit der TU Dortmund erstmals Daten für autonomes Fahren im ländlichen Raum erhoben.

Autonomes Fahren im Fokus

Ein Blick in die Zukunft machte deutlich: Autonomes Fahren könnte schon bald eine größere Rolle spielen. Laut Experten werden in den kommenden Jahren auch in Deutschland fahrerlose Angebote aufgebaut, so die Agentur. Gerade im ländlichen Raum könnten flexible, bedarfsgesteuerte Systeme die Mobilität deutlich verbessern.

Einigkeit herrschte laut Mitteilung der Südwestfalen Agentur am Ende darüber, dass die begonnenen Ansätze weitergeführt werden müssen. Diskutiert werde unter anderem, den Mobilitätsbeirat fortzuführen und die Strategie weiterzuentwickeln, um die Region langfristig besser zu vernetzen.