Die Polizei hatte an einer Fabrikhalle starke Rauchentwicklung festgestellt und befürchtete einen Brand. Der Löschzug 1 rückte in voller Zugstärke aus, wurde aber nach erster Erkundung mit einer Situation konfrontiert, die einem Kaminbrand sehr nahe kam.
Tatsächlich qualmte es kräftig aus einem Schornstein, doch Feuerwehr und Polizei haben große Zweifel, dass der daran angeschlossene Ofen rechtmäßig betrieben wurde. Das Gelände hat eine sehr wechselhafte Geschichte und der neue Besitzer nahm es mit den Anforderungen an eine Feuerstelle wohl auch nicht so genau: „Der Ofen war nicht angemeldet und auch nicht durch einen Schornsteinfeger kontrolliert worden“, erklärt Feuerwehrpressesprecher Christian Schwanke.



Eine konkrete Gefahr sei zwar jetzt noch nicht davon ausgegangen, doch mit zunehmender Temperatur hätte es schon kritisch werden können. So konnten sich die Feuerwehrleute darauf beschränken, den Ofen abkühlen zu lassen und den betroffenen Bereich mit der Wärmebildkamera abzusuchen.
Außerdem hat der zuständige Bezirksschornsteinfeger ein Auge auf den Ofen geworfen und zum Zustand einige Anmerkungen gehabt. Tätig werden musste er aber nicht. Jedoch die Polizei: Die Beamten haben den Sachverhalt dokumentiert und werden die zuständigen Behörden informieren. Die 25 Wehrleute konnten nach rund einer Stunde den Rückweg antreten.









