Die angespannte Parkplatzsituation hat am Montag, 18. Mai, erneut den Schalksmühler Rat beschäftigt. Deshalb soll nun ein Konzept entstehen, das sowohl die Parksituation als auch die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge und Anwohner berücksichtigt.

Hintergrund sind wiederkehrende Probleme bei Veranstaltungen am Mathagen: In der Vergangenheit waren die umliegenden Straßen teils so zugeparkt, dass Linienbusse und sogar Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkamen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei ein Antrag der CDU zur Beschlussvorlage rund um die abgespeckte Neuplanung des 8Giebels. Konkret ging es um die Formulierung in der Beschlussvorlage, nach der auf dem Gelände "zusätzliche" Parkflächen geschaffen werden sollen. André Krause, Fraktionsvorsitzender der CDU, beantragte, die Formulierung in "bedarfsgerechte" Parkflächen zu ändern und zusätzlich ein Gesamtkonzept für die Verkehrssituation erarbeiten zu lassen.

"Was machbar ist, sollten wir umsetzen"

"Wir können nur so viele Parkplätze schaffen, wie das Gelände hergibt", gab Ortwin Schmidt (UWG) zu bedenken. Klaus Nelius, Fraktionsvorsitzender der UWG, sprach sich dennoch dafür aus, alle realisierbaren Möglichkeiten auszuschöpfen: "Was machbar ist, sollten wir umsetzen." Gleichzeitig machte er deutlich, dass es auch künftig nicht möglich sein werde, ausreichend Stellplätze für alle Besucher direkt am Kulturort vorzuhalten.

Jochen Bernsdorf (Bündnis 90/Die Grünen) plädierte während der Diskussion für ein umfassenderes Parkflächenkonzept. Dieses solle auch Stellflächen außerhalb des unmittelbaren Umfelds des 8Giebels berücksichtigen. In diesem Zusammenhang verwies Bernsdorf auf den Shuttle-Service beim Neujahrsempfang, der gut angenommen worden sei. Zusätzliche Parkplätze allein würden die Situation für die Anwohner nicht lösen.

Jan Jellesma, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach sich dafür aus, die Kosten möglichst gering zu halten und gleichzeitig die Städtebauförderung nicht zu gefährden. Grundsätzlich tendiere seine Fraktion dazu, an der bestehenden Beschlussvorlage festzuhalten, die Idee eines Gesamtkonzepts halte er jedoch ebenfalls für sinnvoll. Denkbar sei dabei auch, zusätzliche Parkmöglichkeiten an anderer Stelle zu schaffen.

Am Ende einigte sich der Rat darauf, nicht lediglich "zusätzliche", sondern "eine bedarfsgerechte Anzahl" an Parkplätzen schaffen zu wollen.