Patrick Hahn will nicht länger darauf warten, dass etwas passiert – also hat er selbst begonnen. Der 35-Jährige hat mit „PLETTform“ eine Internetplattform aufgebaut, auf der Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für die Stadt einreichen, Mitstreiter finden und Projekte anstoßen können.
Hahn ist in Plettenberg kein Unbekannter. Beruflich arbeitet er als stellvertretender Leiter des Weidenhof-Kinos. Zugleich ist er kommunalpolitisch aktiv bei Bündnis 90/Die Grünen, sachkundiger Bürger im Rechnungsprüfungsausschuss sowie im Ausschuss für Bildung und Sport.
Die Idee für PLETTform entstand aus einer persönlichen Frage: Was kann ich selbst für meine Stadt tun? Statt auf knappe Haushaltsmittel zu verweisen, setzt Hahn auf Eigeninitiative und Zusammenarbeit.
Ideen sichtbar machen und zusammenbringen
PLETTform versteht Hahn als Werkzeug. Viele Vorschläge scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass sie niemand bündelt oder weiterträgt. Genau hier setzt die Plattform an.
Der Ablauf ist bewusst einfach: Ideen werden eingereicht, geprüft und veröffentlicht. Andere können sie kommentieren, unterstützen und weiterentwickeln. So sollen aus einzelnen Vorschlägen Projekte werden, die von mehreren getragen werden.
„Wir müssen nicht auf die Stadt warten“
Hahn betont: „Wir müssen nicht auf die Stadt warten. Viele Ideen können Bürgerinnen und Bürger selbst anstoßen oder sogar umsetzen.“ Sein Ansatz: Verantwortung teilen und Möglichkeiten nutzen, auch jenseits klassischer Verwaltungswege.
Erstes Projekt: Bunte Schirme als Signal
Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein erstes Vorhaben, das Hahn bereits ins Auge gefasst hat: das „Umbrella Sky Project“. Bunte Regenschirme sollen über einer Straße in der Innenstadt aufgehängt werden. Die Idee stammt aus dem portugiesischen Águeda und wurde seit 2012 in zahlreichen Städten umgesetzt – oft als publikumswirksame Installation.
Hahn sagt dazu: „Wir wollen zeigen, dass auch in Plettenberg etwas möglich ist, wenn die Menschen mitmachen.“
Ob es funktioniert, entscheidet die Beteiligung
Hahn kann Ideen sammeln, strukturieren und vernetzen. Ob daraus konkrete Projekte entstehen, hängt davon ab, ob sich genügend Menschen beteiligen und Verantwortung übernehmen.
Oder, wie er es formuliert: „Diese Stadt gehört uns allen. Lasst uns gemeinsam etwas daraus machen.“










