Der Playoff-Traum der Iserlohn Roosters ist für diese Saison ausgeträumt. Die Sauerländer verloren am Sonntag, 8 März, ihr Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der mit 4967 Zuschauern seit langem ausverkauften Eissporthalle am Seilersee. Die Hausherren waren über weite Strecken das bessere Team, aber die Gäste agierten im Stil einer Klassemannschaft gnadenlos effektiv.
Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins Bremerhaven 0:5 (0:1, 0:1, 0:3)
Drei Saison-Niederlagen gegen Fischtown
Bremerhaven war schon vorher alles andere als der Lieblingsgegner der Sauerländer. Alle bisherigen Saisonspiele gingen an die Norddeutschen. Nur beim zweiten Auswärtsspiel in Bremerhaven sicherten sich die Waldstädter beim 2:3 nach Penaltyschießen einen Punkt. Für das Team von Roosters-Chefcoach Stefan Nyman ging es nach dem Erfolg vom Freitag in Frankfurt, als die Hausherren beim 5:4 nach Verlängerung zwei Punkte holten, noch um den Einzug in die Pre-Playoffs.
Gäste-Führung in Überzahl
Die Hausherren konnten sich in der ausverkauften Eissporthalle am Seilersee auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans und deren gekonnter Choreografie der Ultras verlassen. Entsprechend engagiert gingen die Roosters zu Werke. Sie kamen besser in die Partie, erarbeiteten sich Vorteile. Begünstigt wurde das noch durch die erste Überzahl in der 13. Spielminute.
Die Waldstädter hatten mehrere gute Tormöglichkeiten, ließen sie aber entweder ungenutzt oder scheiterten am ausgezeichneten Bremerhavener Keeper Kristers Gudlevskis. Besser machten es die Gäste. Als Lua Niehus für die Sauerländer in der Kühlboxsaß, traf C.J. Smith in der 16. Spielminute zur glücklichen Führung.
Andreas Jenike im Roosters-Tor hatte keine Abwehrchance. Nach dem Führungstreffer kamen die Pinguine besser ins Spiel. Ihre Führung war zum Ende des ersten Spielabschnitts glücklich.
Bruggisser erhöht auf 2:0
Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten erneut die Hausherren. Sie wollten im Nachmittagsspiel im Kampf um die Playoffs gegen die Konkurrenz vorlegen. Und sie hatten gleich mehrfach gute Tormöglichkeiten für den Ausgleich. Kyle Wood, Tyler Boland, Daniel Fischbuch und vor allem Taro Jentzsch mit seinem Alleingang auf Pinguin-Keeper Kristers Gudlevskis ließen die Chancen ungenutzt.
Wie es geht, zeigten dann die Gäste. Phillip Bruggisser traf in der 36. Spielminute zum 2:0 für die Gäste. Andreas Jenike hatte erneut keine Abwehrmöglichkeit. Bremerhaven war das eindeutig effektivere Team und nutzte seine Einschussmöglichkeiten gnadenlos.
Roosters gegen Gudlevskis
Die Hausherren waren aber noch lange nicht geschlagen, das machten sie auch zu Beginn des letzten Drittels deutlich. Der Tabellensiebte wurde zeitweise in der eigenen Verteidigungszone festgespielt. Die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Roosters-Kapitän Daniel Fischbuch. Es entwickelte sich eine Privatfehde der Sauerländer mit Kristers Gudlevskis.
Erst zur Mitte des Schlussdrittels konnten die Gäste das Spiel wieder offener gestalten. In der 55. Spielminute machte Alexander Friesen mit seinem Überzahltreffer zum 3:0 den Deckel auf die Partie. Taro Jentzsch saß auf der Strafbank.
Zwei Treffer ins leere Tor
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ging Roosters-Coach Stefan Nyman „all in“ und nahm Keeper Andreas Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das ließ sich Ludwig Byström nicht entgehen und traf in der 58. Minute ins leere Tor zum 0:4. Dem setzte Nicholas Jensen nur 18 Sekunden später noch einen drauf. Auch er traf ins leere Tor zum 5:0-Endstand. Die Roosters wurden unter Wert geschlagen.
Weiter geht es für die Roosters am Freitag,13. März, um 19:30 Uhr in Schwenningen. Das letzte Saisonspiel steigt am Sonntag, 15. März, um 14 Uhr daheim gegen Ingolstadt.











