Von PFAS im Trinkwasser bis zu neuen Hygienevorschriften: Fachkräfte aus mehreren Kreisen und Städten kamen in Lüdenscheid zum Erfahrungsaustausch zusammen.
Insgesamt 26 Hygienekontrolleure sowie Gesundheitsaufseher trafen sich im Kreishaus zu einer Fachtagung. Vertreten waren der Märkische Kreis, der Kreis Waldeck-Frankenberg, der Kreis Coesfeld, der Oberbergische Kreis, der Hochsauerlandkreis, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Unna sowie die Städte Hamm, Bochum, Hagen und Duisburg.
Die neue Sachgebietsleiterin Hygiene, Lara Bahnik, eröffnete die Veranstaltung. Durch das Programm führte Nico Rahmer, Hygienekontrolleur beim Märkischen Kreis. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen im Gesundheits- und Hygieneschutz, das teilt der Kreis mit.
Die Teilnehmer befassten sich unter anderem mit poly- und perfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser. Die schwer abbaubaren Industriechemikalien beschäftigen Behörden bundesweit zunehmend. Darüber hinaus diskutierten die Fachkräfte die neue Hygieneverordnung mit Anforderungen für Friseur- und Barbierbetriebe sowie Nagelstudios. Auch hygienische Standards in Zahnarztpraxen und die Ausbildung von Nachwuchskräften standen auf der Tagesordnung.
Vorgaben und Anforderungen verändern sich kontinuierlich
Der regelmäßige Erfahrungsaustausch soll den beteiligten Behörden helfen, aktuelle Entwicklungen besser einzuordnen und voneinander zu lernen. Da sich gesetzliche Vorgaben und fachliche Anforderungen kontinuierlich verändern, profitieren die Teilnehmer von den Erfahrungen anderer Gesundheitsämter. Bewährte Lösungsansätze lassen sich so schneller übernehmen oder an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten anpassen.
Die Treffen finden seit 2023 wieder regelmäßig statt. Nach der Corona-Pandemie hatte der Hochsauerlandkreis das Netzwerk erneut ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich daraus ein fester Teilnehmerkreis entwickelt, der auch zwischen den Veranstaltungen in engem fachlichen Kontakt bleibt.
Nach Einschätzung der Beteiligten trägt die Zusammenarbeit dazu bei, den Hygieneschutz weiterzuentwickeln und die Qualität der Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitsdienst langfristig zu sichern, berichtet der Kreis. Das nächste Treffen soll im Kreis Coesfeld stattfinden.










