Die Iserlohn Roosters verloren am Mittwoch, 4. März, ihr Heimspiel gegen den Meister EHC Red Bull München mit 3:4 nach Verlängerung. Die Sauerländer zeigten vor 4746 Zuschauern ein gutes Spiel, gaben aber eine 2:0-Führung aus der Hand. Die kleine Hoffnung auf die Pre-Playoffs besteht dennoch nach den Niederlagen der Konkurrenz aus Nürnberg und Augsburg.

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Iserlohn Roosters – EHC Red Bull München 3:4 n.V. (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)

Fischbuch und Wood zurück

Dreimal trafen beide Teams in der aktuellen Saison aufeinander. Das erste Heimspiel am Seilersee ging mit 3:1 an die Roosters, beide Auswärtspartien an München. Zuletzt siegten die Roten Bullen daheim deutlich mit 6:0. Verzichten musste Roosters-Coach Stefan Nyman auf die verletzten Maximilian Eisenmenger und Anthony Camara. Dafür waren Daniel Fischbuch, dessen Sperre abgelaufen war, und der frischgebackene Vater Kyle Wood wieder dabei. Im Tor stand Andreas Jenike.

Salsten trifft in Unterzahl

Die Hausherren erwischten einen Blitzstart. Ausgerechnet in Unterzahl gingen die Iserlohner in der dritten Spielminute durch Eirik Salsten mit 1:0 in Führung. Es war quasi der erste Angriff der Gastgeber. Ansonsten stand der erneut glänzende Andras Jenike im Blickpunkt. Die Münchener blieben in der Folge das spielbestimmende Team, aber die Roosters waren durch ihre gelegentlichen Konter durchaus gefährlich. Es blieb dank eines starken Iserlohner Goalies bei der knappen Führung der Iserlohner nach dem ersten Drittel.

Eirik Salsten ließ Gäste-Keeper Antoine Boibeau bei seinem Führungstreffer in Unterzahl keine Chance.
Foto: Jenny Musall

Doppelschlag München

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Sauerländer die Begegnung offener gestalten. Sie bekamen sogar in Überzahl die Gelegenheit zur Resultatsverbesserung. Die ließen sie ungenutzt.

Mit zunehmender Spielzeitkonnten die Roosters das Spiel ausgeglichener gestalten. Jetzt rückte auch Münchens Keeper Antoine Bibeau häufiger in den Fokus. In der 37. Spielminute war allerdings auch der Torhüter des Meisters chancenlos. Colin Ugbekile hämmerte den Puck mit einem mächtigen Schlagschuss zum 2:0 in die Maschen. Es war sein 9. Saisontor.

Die Antwort der Gäste ließ nicht lange aufsich warten. Nach einem Fehler in der Roosters-Defensive erzielte Markus Eisenschmid in der 39. Spielminute zum 1:2-Anschlusstreffer. Damit nicht genug, Ryan Murphy gelang 13. Sekunden vor der zweiten Drittelpause der 2:2-Ausgleich.

Jakub Borzecki von den Roosters versucht sich gegen die Münchener Konrad Abelshauser und Ville Pokka durchzusetzen.
Foto: Jenny Musall

Ausgleich durch Kyle Wood

Der Ausgleich war offenbar ein Wirkungstreffer für die Gastgeber. München war zu Beginn des letzten Drittels die klar dominierende Mannschaft. Die Folge: Die 3:2-Führung für die Gäste durch Taro Hirose in der 44. Minute.

Die Hausherren brauchten etwas, um ins Spiel zurückzukommen. Dann der Pfosten-Kracher von Colin Ugbekile, der ein klasse Spiel machte. In der 54. Spielminute nahm Kyle Wood besser Maß. Der frischgebackene Vater traf zum 3:3-Ausgleich. Die Fans belohnten den Kampf ihres Teams mit stehenden Ovationen. Kurz vor der Schlusssirene hatte Julian Napravnik sogar noch die Chance zum Siegtreffer. Es ging in die Verlängerung. Und in der sicherte Adam Brooks mit seinem Treffer zum 4:3 den Extrapunkt für die Gäste.

Das nächste Spiel der Roosters ist bereits am Freitag, 6. März. Dann müssen die Sauerländer bei den Löwen Frankfurt antreten.