Der Katastrophen- und Zivilschutz im Märkischen Kreis erhält zusätzliche Unterstützung: Ein neuer CBRN-Erkundungswagen des Bundes wird künftig bei der Feuerwehr Herscheid stationiert.

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Fahrzeug ersetzt älteres Modell

Wenn es zu einer großflächigen Ausbreitung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Stoffen (kurz: CBRN) kommt, ist eine schnelle und effektive Lageerkundung notwendig. Konzeptionell hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine flächendeckende Verteilung vorgesehen, um möglichst jeden denkbaren Einsatzort innerhalb von rund 30 Minuten nach Alarmierung erreichen zu können. Die Verteilung der Fahrzeuge in den einzelnen Bundesländern erfolgt durch die jeweiligen Innenministerien.

Das BBK hat dem heimischen Bundestagsabgeordneten Florian Müller, der auch Sprecher für Forschung, Technologie und Raumfahrt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, mitgeteilt, dass im Rahmen der aktuellen Auslieferung von CBRN-Erkundungswagen des Bundes auch ein Fahrzeug in Herscheid stationiert werde. Das Fahrzeug ersetzt ein älteres, baugleiches Modell, das bislang in Herscheid im Einsatz war.

Einsatz bei besonderen Gefahrenlagen

Der CBRN-Erkundungswagen wird bei Einsätzen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren eingesetzt. Er dient dazu, Schadstoffe zu erkennen, Messungen vorzunehmen und Einsatzkräfte mit wichtigen Informationen zu versorgen. Damit ist das Fahrzeug ein zentraler Baustein für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz.

Nach Angaben des BBK wird der neue Wagen in Kürze in Bonn-Dransdorf von Einsatzkräften im Auftrag des Landes abgeholt und anschließend in Herscheid offiziell in Dienst gestellt.

„Sehr gute Nachricht für unsere Region“

Florian Müller bezeichnete die Stationierung des Fahrzeugs in Herscheid als wichtigen Gewinn für den Bevölkerungsschutz vor Ort. „Dass ein CBRN-Erkundungswagen in Herscheid stationiert wird, ist eine sehr gute Nachricht für unsere Region“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Damit werde nicht nur der Schutz der Bevölkerung verbessert, sondern auch das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte gestärkt.

Bund unterstützt Kommunen

Mit der Bereitstellung von Spezialfahrzeugen ergänzt der Bund die Ausstattung von Ländern und Kommunen im Katastrophenschutz. Ziel ist es, bundesweit ein möglichst gleichmäßiges Schutzniveau zu erreichen und die Einsatzkräfte auf außergewöhnliche Gefahrenlagen vorzubereiten.

„Der Bevölkerungsschutz und der Zivilschutz leben vom Ehrenamt. Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bund hier unterstützt und moderne Technik zur Verfügung stellt“, betonte Müller. Er kündigte zudem an, sich in Kürze persönlich ein Bild von dem neuen Fahrzeug in Herscheid machen zu wollen.