Die Nachtwanderung ist über Jahre ein fester Bestandteil der Ferienspiele und des alten Löschzugs 2. In diesem Jahr, nach fast zehn Jahren Pause, wurde sie wiederbelebt. 30 Kinder trafen sich, ausgestattet mit Taschenlampe und Verpflegung, um 18.30 Uhr am Gerätehaus Stadtmitte unter dem Motto „die Geheimnisse des Arneys“.
Der erste Haltepunkt war das Hülloch. Hier befindet sich der Einstieg in die Höhle unter dem Arney. Mädchen und Jungen konnten die bekannte Geschichte der Schanhollen erzählen und erfuhren einiges über die Erforschung der Höhle. Zudem konnten sie einigen Menschen vom Alpenverein beim klettern an der Felswand zusehen. Dann ging es auch schon weiter über den Schanhollenweg tief rein in Kierspes Hausberg.
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Nächster Halt war einer der größten Ameisenhügel im Stadtgebiet, die unter Naturschutz stehen: „Im Arney gibt es einige zu bestaunen“, sagte Christian Schwanke von der Feuerwehr Kierspe. Die Kinder beobachteten nicht nur das hektische Treiben der kleinen Krabbler, sondern auch, dass sich keine Ameise an einem Bein verirrte.
Immer weiter hoch ging es, bis die Gruppe auf dem Gipfel angekommen war. In 465m Höhe wartete das nächste Geheimnis. „In einem flachen, unscheinbaren Gebäude wird etwas lebensnotwendiges gelagert: Das Trinkwasser für Kierspe“, erklärte Schwanke. Florian Hempel von den Kierspern Stadtwerken erklärte, wo das Wasser herkommt, wie das Wasser auf den Arney und zu jedem in den Wasserhahn kommt. Die Kinder konnten sich die großen Leitungen ansehen und auch einen Blick in die beiden Wasserkammern werfen.
Kierspes Trinkwasser wird nämlich durch den Aggerverband von der Wiehl- und Genkeltalsperre nach Kierspe und auf den Arney transportiert. Pro Tag fließen rund 2100 Kubikmeter Trinkwasser aus den Talsperren durch das rund 105 Kilometer lange Leitungsnetz in Kierspe bis in die Wasserhähne.
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Vorbei an Pferden, Kühen und sogar Alpakas ging es über Heednocken, Pielenhöhlen nach Oberhof. Auf dem Hof der Familie Meyer wurde gegrillt und eine längere Pause eingelegt. Als die Dämmerung aufbrach, ging es weiter durch den Wald in Richtung Wilbringhausen. „In einer Schleife entlang des Baches Lingese kam man auch an einem kleinen Waldfriedhof vorbei. Schon etwas unheimlich“, so Schwanke.
Um 23.30 Uhr endete die Nachtwanderung. Insgesamt waren es neun Kilometer, die die Gruppe zurücklegte. Betreut wurde die Aktion von Mitgliedern des Löschzugs Stadtmitte, der Kinderfeuerwehr und des Spielmannszugs.










