Beim Mühlentag im Schleiper Hammer blieb der große Besucheransturm zwar aus – vermutlich bedingt durch viele Parallelveranstaltungen – dennoch nutzen einige Besucher von 11 bis 17 Uhr die Gelegenheit, sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Schmiede umzusehen. Dabei konnten sie nicht nur die Geschichte der Metallverarbeitung, sondern auch die der Bakelit-Produktion nachverfolgen.
Unter Anleitung der erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeiter durften die Besucher selbst zum Hammer greifen und beispielsweise einen Haken oder Nägel schmieden – mit den Originalmaschinen des Schleiper Hammers.
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1815: Schmiede existiert länger als urkundliche Erwähnung
Die erste urkundliche Erwähnung der Schmiede stammt aus dem Jahr 1815. Es gilt jedoch als gesichert, dass die Schmiede länger existiert, wie Karl-Heinz Kraus im LokalDirekt-Gespräch erklärte. Und weiter: Wurden die Maschinen ursprünglich noch mit Wasserkraft angetrieben, kamen ab 1919 auch Elektrische dazu – vorher gab es keinen Strom in der Schmiede, so Kraus.
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Auch heute gibt es noch die komplizierte Konstruktion aus Riemen und Schwungrädern, die alle Maschinen antreibt. Der Schwung kommt mittlerweile aus einem Elektromotor. An das Wasserrad ist ein Generator angeschlossen, der den benötigten Strom erzeugt. Überschüssige Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist. Infolge des aktuell niedrigen Wasserstandes musste am Mühlentag auf Strom aus dem öffentlichen Netz zurückgegriffen werden.
Für die anwesenden Besucher hat der Heimatverein Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke bereitgestellt, die auf dem Hof vor der Schmiede im Schatten der umliegenden Bäume gemütlich verzehrt werden konnten.
Bis Oktober ist der Schleiper Hammer für Interessierte jeden ersten Mittwoch im Monat von 10 bis 15 Uhr geöffnet.









