Die Kiersper Gruppe der Initiative „Maria 2.0“ schloss sich dem bundesweiten Pilgertag am Samstag, 22. Juli, an. Den Gedenktag der Maria Magdalena nutzen rund 15 Frauen und Männer, um einen Stationen-Weg zu gestalten. Andacht, ein Schritt-für-Schritt-Gebet, Lieder und geistliche Impulse umrahmten die Wanderung. Das Motto „Wir bewegen“.
Organisiert hat die Maria 2.0-Gruppe aus Heilig Kreuz Münster die Veranstaltung – die Frauen, die 2019 die Initiative als Reaktion auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche gegründet hatte und seitdem in Ortsgruppen in ganz Deutschland Aufklärung und Reformen – zentral Rechte für Frauen – in ihrer Kirche fordern (wir berichteten). Grundlage des gemeinsamen Tages war ein Programmheft der Katholikinnen aus Münster. „Wir haben es für uns in Kierspe angepasst“, verriet Birgitta Negel-Täuber gegenüber LokalDirekt.
Andacht digital
Die Katholiken aus Kierspe, Olpe und Essen trafen sich am Samstagmorgen im Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde St. Josef – und erlebten Kirche digital. Den Auftakt des Pilgertages bildete eine Andacht per Videokonferenz via Beamer. Zugeschaltet in den Glockenweg wurden Gruppen aus Hinterzarten im Südschwarzwald oder aus Borkum. „Auch über ihre Privat-Laptops haben sich Leute dazu geschaltet“, berichtete Negel-Täuber. Alle zusammen sprachen das „Schritt-für-Schritt“-Gebet. Lieder stimmten die Teilnehmer auf die Wanderung ein.
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Den Reisesegen zu Beginn gab’s auch via Zoom. Nach einer halben Stunde ging der Stationen-Weg analog los. Ausgerüstet mit Wanderschuhen, Rucksäcken und Verpflegung machte sich die Gruppe zu ihrer acht Kilometer langen Wegstrecke auf. Erstes Ziel: das Forum an der Gesamtschule.
„An jeder Station hat die Gruppe die biblische Geschichte von Maria Magdalena am leeren Grab Jesu am Ostermorgen und ihre Begegnung mit zwei Engeln aus dem Johannes-Evangelium gehört – mal in kompletter Fassung, mal in Auszügen“, so Negel-Täuber. Zum Reflektieren über den Text nutzen die Frauen und Männern Impuls-Fragen und Meditationen.

Die nächste Station wartete auf die Gruppe am Hof Klose in Büchen. Weiter ging es zum Wienhagener Turm. Hier legten die Männer und Frauen eine Pause ein. „Unsere Gäste aus Essen haben die Gelegenheit genutzt, den Aussichtsturm zu besichtigen“, so Negel-Täuber.
„Tatsächlich waren wir bistumsweit die einzige Maria 2.0-Gruppe, die sich am Pilgertag beteiligt hat. Die Katholikinnen aus Olpe sind in ihrer Ortsgemeinde sehr aktiv: Jeden Monat veranstalten sie einen ‚Mutmachergottesdienst'“, weiß Negel-Täuber.
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Im Anschluss wurde in der Wetterschutzhütte an der Wegespinne im Wandergebiet Wienhagen gemeinsam gesungen.

Den Abschluss bildete eine Runde um den Brunnen im Innenhof in St. Josef. Die auswärtigen Gäste besuchten die Kirche. Zur Belohnung schlemmte die Gruppe noch ein Eis in der Eisdiele.

Claudia Koll und Regina Wonderschütz hatten insbesondere das Videotreffen vorbereitet. Zur Planung gehörte außerdem eine Vorwanderung des gemeinsamen Weges.
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