Ein 39-jähriger Mann aus Iserlohn ist am späten Samstagabend (11. Oktober) in der Ruhr ertrunken.

Vier Personen hatten nach Angabe der Polizei im Bereich von Schoofs Brücke (Lenninghauser Weg) gegrillt und dabei auch Alkohol konsumiert. Nachdem sich der 39-Jährige sich vom Grillplatz entfernt hatte, hörten die drei übrigen Personen ein Platschen. In der Dunkelheit fanden ihn die Freunde nicht. Offenbar war der Mann in die Ruhr gefallen und abgetrieben.

Die Polizei wurde um 23.53 Uhr benachrichtigt. Einsatzkräfte der Feuerwehr suchten die Ruhr mithilfe einer Drohne und Wärmebildkamera ab und fanden die Leiche des Mannes im Wasser.

Ein Notfallseelsorger wurde hinzugezogen. Weitere Ermittlungen zum Hergang des Unglücksfalls wurden eingeleitet. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es bisher nicht, so die Polizei.

Update: Bericht der Feuerwehr Iserlohn

Nach der Alarmierung über den Notruf 112 rückten der Rüstzug sowie das Mehrzweckfahrzeug mit dem Rettungsboot der Berufsfeuerwehr und die Löschgruppe Drüpplingsen der Freiwilligen Feuerwehr zur Schoofs Brücke aus. Die Feuerwehr leuchtete die Wasseroberfläche im Bereich der Schoofs Brücke aus und setzte das Rettungsboot ein. Parallel wurde über die Polizei ein Hubschrauber angefordert, außerdem kamen die Drohneneinheit des Märkischen Kreises aus Nachrodt-Wiblingwerde sowie die Taucher der Feuerwehr Hagen hinzu.

Nachdem das Rettungsboot zu Wasser gelassen worden war, fuhr es den vermuteten Einstiegsort an und suchte anschließend den Uferbereich flussabwärts ab. Die eingesetzte Drohne unterstützte die Suche mit einer Wärmebildkamera. Im weiteren Verlauf wurde zusätzlich die Löschgruppe Hennen alarmiert, um weitere Punkte entlang der Ruhr zu besetzen.

Nach rund 50 Minuten konnte eine Wärmesignatur auf der Wasseroberfläche festgestellt werden. Das Rettungsboot steuerte die Fundstelle umgehend an. Die Besatzung bestätigte schnell, dass es sich um eine Person handelte. Diese wurde unverzüglich aus dem Wasser gerettet und an Land dem Rettungsdienst übergeben. Leider konnte der Rettungsdienst nur noch den Tod der Person feststellen. Der angeforderte Polizeihubschrauber musste die Einsatzstelle nicht mehr anfliegen.

Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Iserlohn, Hagen und Nachrodt-Wiblingwerde sowie des Rettungsdienstes etwa 2,5 Stunden im Einsatz.