Der Märkische Kreis hat ein digitales Bürgerbüro eingeführt. In einem Pilotprojekt der Gesundheitsbehörde und des Fachdienstes Pflege können Bürgerinnen und Bürger ab sofort Verwaltungsangelegenheiten per Video erledigen. Ziel ist es, den Zugang zu Beratungs- und Serviceangeboten zu erleichtern und Abläufe zu beschleunigen.

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Online-Sprechstunden mit direktem Service

Das neue Angebot ermöglicht persönliche Gespräche mit Verwaltungsmitarbeitenden von zu Hause aus. Dabei können während der Videoberatung Dokumente ausgetauscht, Formulare ausgefüllt, signiert und direkt bearbeitet werden. Auch das Hochladen von Unterlagen sowie die Bezahlung möglicher Gebühren sind online möglich. Ergänzend kommen Funktionen wie Übersetzungstools zum Einsatz, um Sprachbarrieren zu reduzieren. Perspektivisch sollen auch digitale Ortsbegehungen mithilfe von Geolokalisierung möglich werden.

Erste Angebote im Gesundheits- und Pflegebereich

Ratsuchende können sich ab sofort unter https://www.maerkischer-kreis.de/service/digitales-buergerbuero schnell und unkompliziert in die Online-Sprechstunde einloggen.

Zum Start beteiligt sich der Sozialpsychiatrische Dienst mit einer offenen Sprechstunde montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige und ermöglicht auf Wunsch auch eine anonyme Kontaktaufnahme.

Zusätzlich bietet der Bereich „Hilfe zur Pflege“ mittwochs von 9 bis 11 Uhr eine Online-Sprechstunde zu finanziellen Unterstützungsleistungen an. Neben der festen Sprechstunde am Mittwoch kann auch im Bereich finanzielle Hilfen ein Termin direkt mit der entsprechenden Sachbearbeitung vereinbart werden. Die Pflegeberatung nutzt die digitale Sprechstunde nach Terminvereinbarung. Termine können per E-Mail an [email protected] angefragt werden. 

Pilotprojekt mit Perspektive

Die technische Grundlage bildet eine Videoberatungslösung, die gemeinsam mit einem externen Anbieter und einem kommunalen IT-Dienstleister umgesetzt wurde. Nach einer Testphase ist das System nun im Echtbetrieb. Die gewonnenen Erfahrungen sollen in den weiteren Ausbau digitaler Verwaltungsangebote einfließen.