Am 29. März wurde der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Gründung einer Gesellschaft zur Errichtung von Windkraftanlagen auf Kiersper Stadtgebiet in der Ratssitzung einstimmig an den Hauptausschuss verwiesen. Wir berichteten.
Der Antrag lautete: „Die Verwaltung der Stadt Kierspe wird beauftragt, eine Gesellschaft zu gründen, um auf geeigneten Flächen Kiersper Stadtgebietes, die Errichtung von Windkraftanlagen zu ermöglichen, unter der Möglichkeit der Beteiligung Kiersper Bürger und Investoren. Insbesondere sind Flächen zu empfehlen, die sich im Besitz der Kommune Kierspe befinden.“
Nun lautete der Beschlussvorschlag: „Aufgrund der Beratung im Hauptausschuss am 7. Juni 2022 ist von der Verwaltung vorab zu prüfen, welche Möglichkeiten der Nutzung von regenerativen Energien denkbar sind und wie diese genutzt werden können. Zu den regenerativen Energien zählt insbesondere die Windkraft. Es haben sowohl erste Prüfungen bezüglich der baurechtlichen Vorschriften als auch Gespräche mit möglichen Beteiligten stattgefunden.“
Windkraft alleine „zu kurz gedacht“
Im Hauptausschuss hieß es dazu aus der Runde zwar „schöne Vorlage“, aber sie sei „zu kurz gedacht“, da sie sich nur auf die Windkraft beschränke. Schnell einigten sich die CDU-, SPD-, UWG-, FWG- und FDP-Fraktionen mit den Grünen „auf eine Ausweitung auf die Errichtung von Anlagen zur Gewinnung von regenerativen Energiequellen“, wie es Clemens Wieland (UWG) formulierte. Man müsse nun Standorte, Finanzierung und die rechtliche Strukturierung prüfen.
„Ich freue mich über die Bereitschaft, an Umweltthemen ranzugehen“, so Christian Reppel von der SPD. „Früher herrschte eine mentale Blockade bei Umweltthemen, heute sind wir uns in der Sache einig und justieren eher an Kleinigkeiten herum“, stimmt Clemens Wieland im Anschluss an den öffentlichen Teil der Sitzung zu. „Jetzt erweitern wir die Vorlagen, als sie zu behindern.“
Umweltthemen nehmen zu
Diese Tendenz war auch in der Diskussion um den Antrag der UWG-Fraktion rund um den Umweltfonds „zur Förderung von Photovoltaik, Solar-Dachanlagen und Wärmepumpenanlagen im Stadtgebiet von Kierspe“ zu beobachten. Der Umweltfonds soll Kiersper Bürger bei der Umsetzung regenerativer Energiegewinnung im Stadtgebiet von Kierspe unterstützen. Die Verwendung der Fördermittel wurde aus der Billigkeitsrichtlinie beschlossen.
Umweltfonds der Stadt attraktiver machen
„Ziel der Zuwendung ist es, den Einsatz von Erneuerbaren Energien innerhalb der Stadt
Kierspe im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes zu unterstützen“, heißt es im Zuwendungszweck. Im Ausschuss wurde daran geschraubt, die Förderung möglichst attraktiv zu gestalten. Im Kern sollen eher kleine Projekte, wie Balkonkraftwerke gefördert werden, als große industrielle Anlagen. Für die kleine Anschaffung sei die Förderung lohnenswerter, als für eine ohnehin große Investition. Da sei die Förderung nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Die ursprüngliche Überschreitung von mindestens 2000 Euro solle niedriger angesetzt werden und nur „natürliche Personen“ mit Kiersper Erstwohnsitze berücksichtigt werden.








