"Mit einer Blutspende kann man ohne viel Aufwand einen großen Dienst an der Gesellschaft leisten", erklärt Dirk Egeln. Am Freitag, 25. April, gab er seine 125. Blutspende ab. Und auch Sven Dammköhler wurde geehrt - für 50 abgegebene Spenden.

Insgesamt, so ergänzt Christof Freisen, Gebietsreferent des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreises, konnte Egeln damit bis zu 375 Menschen helfen.

Der Gang zur Blutspende sei in seiner Familie „praktisch eine Tradition, die ich dann für mich so übernommen habe“, erzählt Egeln. Der 61-Jährige spendet regelmäßig seit seinem 18. Lebensjahr und betont: "Meines Erachtens sollte man sich die Zeit dafür vier Mal im Jahr schon nehmen."

Sven Dammköhler für 50 Blutspenden geehrt

Neben Dirk Egeln wurde noch ein weiterer Spender im Martin-Luther-Haus für sein Engagement ausgezeichnet: Sven Dammköhler gab seine 50. Spende ab.

Auch Dammköhler besucht nach Möglichkeit vier Mal im Jahr die Blutspende. "Die Idee kam vor rund 25 Jahren mal in unserem Freundeskreis auf, und mittlerweile ist die Blutspende für mich zur Selbstverständlichkeit geworden - und ich kann damit womöglich sehr vielen Menschen helfen."

Beide Spender bekamen von Christof Freisen und Organisatorin Karin Stopar eine Anstecknadel, eine Urkunde, einen Gutschein und eine Tafel Schokolade überreicht.

Auch Sven Dammköhler (r.) wurde von Christof Freisen geehrt.

"Früher waren wir leistungsfähiger"

Bei jeder Spende, so erklärt Christof Freisen, wird rund ein halber Liter Blut abgenommen. Später werden die Spenden in ihre Bestandteile - rote Blutkörperchen, Plasma und Thrombozyten - aufgeteilt.

Besonders Patienten, die an Leukämie erkrankt sind, benötigen regelmäßig Spenden, wie Freisen betont: "Es gibt immer mehr Krebspatienten, aber gleichzeitig immer weniger Spender."

Die Spendenbereitschaft im ländlichen Raum sei zwar höher als in großen Ballungsgebieten, sodass Städte wie Köln aus Regionen wie dem Sauerland mitversorgt werden. Dennoch bedauert Christof Freising: "Früher waren wir leistungsfähiger." Besonders fehlt es laut dem Gebietsleiter an jungen Spendern: "Die Interessen haben sich verschoben, heute liegt der Fokus eher auf der Familie und der Karriere."

Auch zur Situation in Breckerfeld äußerte sich Freisen:"Wir können zufrieden sein, auf rund 9000 Einwohner kommen hier 550 Spender." Lobend hob er dabei die letzte Spendenaktion im Martin-Luther-Haus hervor: "Besonders um Feiertage herum brauchen wir immer frische Spenden für Krebspatienten, weil die Thrombozyten nur wenige Tage haltbar sind. Daher haben wir am zweiten Januar eine Aktion gestartet, in dem Glauben, damit auf wenig Resonanz zu stoßen. Aber weit gefehlt: die Breckerfelder kamen trotzdem, und gaben an diesem Tag 82 Blutspenden ab."