Die Kosten für den praktischen Fahrschulunterricht für Pkw sind in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lagen die Preise im Mai 2026 um 38,2 Prozent höher als noch im Mai 2021.

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Reform soll Kosten dämpfen

Damit verteuerte sich der Erwerb des Führerscheins deutlich stärker als die allgemeinen Lebenshaltungskosten, die im selben Zeitraum um 21,2 Prozent zunahmen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die geplante Reform der Fahrschulausbildung an Bedeutung. Das Bundeskabinett will unter anderem die verpflichtende Zahl an Praxisfahrstunden reduzieren, um den Führerschein für Fahrschüler wieder erschwinglicher zu machen.

Erst starke Anstiege, dann Abschwächung

Das Statistische Landesamt zeigt in diesem Zusammenhang die Preisentwicklung der vergangenen Jahre auf — und diese zeigen, dass Fahrschülerinnen und Fahrschüler heute deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als noch vor wenigen Jahren: Zwischen Mai 2021 und Mai 2022 erhöhten Fahrschulen ihre Preise um 12,6 Prozent. Auch im Folgejahr blieb der Anstieg mit 9,1 Prozent hoch.

In den darauffolgenden Jahren verlangsamte sich die Entwicklung: Von Mai 2023 bis Mai 2024 stiegen die Preise um 5,9 Prozent, im Zeitraum bis Mai 2025 nur noch um 1,7 Prozent.

Zuletzt wieder spürbarer Anstieg

Diese Phase der Beruhigung hielt jedoch nicht an. Zwischen Mai 2025 und Mai 2026 zogen die Preise erneut stärker an und erhöhten sich um 4,5 Prozent. Damit setzt sich der langfristige Trend steigender Kosten fort.