„Wir brauchen keine 20.000-Mann-Arena. Iserlohn ist ein klasse Eishockey-Standort mit tollen Fans, einem prima Umfeld und einem im wahrsten Sinne mit fünf Sternen ausgezeichneten Nachwuchs. Die Roosters sind seit 27 Jahren in der Deutschen Eishockeyliga. Das ist keinesfalls selbstverständlich.“ Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor bei den Sauerländern, ist voll des Lobes über den Eishockey-Standort. Dennoch verhehlt er nicht, dass die Konkurrenz nicht schläft. „In der Liga zu sein, erfordert auch große Herausforderungen“, so der Sportdirektor. Die Eissporthalle am Seilersee sei zwar ein „Kult-Tempel“, aber eben auch in die Jahre gekommen.
Neue Konkurrenz aus der DEL2
Fritzmeier blickt neidisch auf Kassel. Die Huskies hätten einen Investor gefunden, der 50 Millionen Euro in eine neue Eissporthalle, eine zweite Eisfläche und Sponsoren-Logen investiert habe. „Wenn die aufsteigen, könnten sie sofort in die Top-Ten der DEL kommen“, meint er.
Für die Roosters bedeute dies, die Liga zu halten sei bereits eine große Herausforderung. Und dennoch: „Ich würde heute lieber nicht hier sitzen. Das hätte nämlich nicht das Aus nach der Hauptrunde bedeutet.
Sportliche Bilanz durchwachsen
Seine sportliche Saisonbilanz fällt durchwachsen aus. „Es hat etwas gedauert, bis wir in Schwung gekommen sind. Aber die Bereitschaft bei den Spielern, alles zu geben, war von Beginn an da“, hat Fritzmeier beobachtet. Darauf könne man aufbauen, sportlich und ganz allgemein.
Günstig gewesen sei, dass man in diesem Jahr ohne große Verletzungssorgen durch die Spielzeit gekommen sei. Aber: „Veränderungen müssen sein. Wir wollen besser werden“, schielt der Sportdirektor offenbar schon jetzt auf die Playoffs im kommenden Jahr. Dazu muss ein konkurrenzfähiger Kader zusammengestellt werden. Und genau daran arbeitet Franz-David Fritzmeier aktuell.
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