Schwüle Temperaturen herrschten in der Schießarena am Baddinghagen. Nach geänderter Abfolge in ihrem Schützenfestprogramm entzerrten sie ihr Programm und schossen bereits am Freitag ihren Schützenkönig aus.
Nachdem Bürgermeister Ralf Beßler den 1. Schuss auf den Vogel abfeuerte, konnte um 19.30 Uhr mit dem 144. Schuss André Berkemeier strahlend die Arme in die Höhe reißen. Zu seiner Königin erwählte er sich seine Partnerin Marie-Christine Brinker, eine Frau aus einer Oestertaler Schützenfamilie und die als Kind bereits einmal Kinderkönigin war.
Dabei schien es mit dem diesjährigen Oestertaler Schützenfest gar nicht so gut auszusehen. Nicht nur das Oestertaler Schützenvolk kam an diesem Tag gehörig ins Schwitzen, besonders Vorsitzender Andrea Saladdino hatte etwas unter diversen Schweißausbrüchen zu leiden, war noch vor dem Fall der Insignien Krone und rechter Flügel kein wirklicher Königskandidat in Sicht. Sollte es wirklich so kommen, dass der Vogel als Mahnmal an seinem Schießstand hängen bleiben müsste? Doch plötzlich kam Leben ins wartende Publikum.
Drei junge Oestertaler gingen nach vorne, um im fairen Wettkampf um die Königswürde zu schießen. Jana Eilrich, André Berkemeier und Tobias Litau hielten auf den Vogel an. Plötzlich ging es ganz schnell. Mit dem 120. Schuss schoss Tobias Litau den rechten Flügel herunter, nur acht Schüsse später ging die Krone an André Berkemeier. Span für Span schossen die Kandidaten zielsicher den verbliebenen Rumpf in immer kleinere Stücke, bis Berkemeier mit dem 144. Schuss das Quäntchen Glück zum sicheren Schuss auf seiner Seite hatte. Drei junge Kandidaten, die das Vogelschießen im Oestertal an diesem Tag zu einer besonderen Veranstaltung machten und dem Vorsitzenden den dicken Stein von der Brust rollten.
Die anderen Insignien schossen: André Berkemeier (30. Schuss, Apfel), Leon Eilrich ( 54., Zepter), Christoph Brinker (82., linker Flügel).Hier beginnt der Text








