Im Rahmen der Ausschusssitzung für Schule, Kultur und Tourismus am Mittwochabend, 24. Januar, in Kierspe, sorgte der Vortrag von Rolf Muck, Vorsitzender des Vereins für Kommunikation und Kultur (KUK), für Diskussionsstoff.
Mangels geeigneter Veranstaltungsorte findet momentan ein Großteil der Veranstaltungen, gerade größere, vor allem in Meinerzhagen statt. Ab 2025 steht dem Verein dann auch die Stadthalle Meinerzhagen wegen der anstehenden Sanierung nicht mehr zur Verfügung. Der einzig mögliche Ausweichstandort, das pädagogische Zentrum (PZ) der Gesamtschule Kierspe, sei jedoch in einem schlechten Zustand. Muck erinnerte sich, dass die Räume für die Künstler bei einer Begehung im letzten Jahr „völlig verwahrlost“ waren, der generelle Bereich hinter der Bühne „sieht ziemlich deprimierend aus“. Die infrastrukturellen Gegebenheiten ließen es nicht zu, größere Künstler zu buchen. Auch von Licht- und Tontechnik zeigt sich Muck nicht überzeugt: „Wenn Sie das Vergleichen mit Meinerzhagen, liegt Kierspe da 30, 40 Jahre zurück“.
Nach diesem Vortrag konnte die Verwaltung zumindest teilweise Entwarnung geben: Die Umkleiden hinter der Bühne wurden Ende 2023 renoviert, die Aufarbeitung des restlichen Bereiches hinter der Bühne wurde aufgrund des IT-Angriffs auf die Südwestfalen-IT verzögert, sei jedoch geplant. Auch im Bereich Veranstaltungstechnik sei eine Modernisierung geplant, hier laufen gerade Abstimmungsarbeiten, was genau angeschafft werden muss.
Auch Freiluft-Veranstaltungen wurden angesprochen – und auch hier bemerkte Muck Mängel: Die Fläche vor dem PZ, die im Rahmen des kürzlich erfolgten Umbaus für Open-Air-Veranstaltungen ertüchtigt werden sollte, biete zum Beispiel keine Möglichkeit, Technik überdacht aufzubauen – und mangels Absperrmöglichkeit ließen sich dort auch nur kostenfreie Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino organisieren.
Auf Vorschlag aus dem Ausschuss soll nun nach alternativen Orten gesucht werden, unter anderem das Stadion fand bei den Ausschussmitgliedern Anklang.










