In einem feierlichen Rahmen hat der Märkische Kreis im Kreishaus Lüdenscheid 70 Menschen aus 22 unterschiedlichen Herkunftsländern in die deutsche Staatsbürgerschaft aufgenommen.

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Persönliche Worte und klare Botschaften

Die Einbürgerungsfeier machte deutlich, wie vielfältig die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind – sowohl mit Blick auf ihre Herkunft als auch auf ihr Alter: Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten ist jünger als 40 Jahre. Insgesamt 45 Personen, das entspricht rund 64 Prozent, gehören dieser Altersgruppe an. Die Spannweite reichte dabei von einem zwei Jahre alten Kind aus Syrien bis zu einem 64-jährigen Mann aus der Ukraine, der sich bewusst für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden hat.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Sie richtete persönliche Worte an die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und betonte die Bedeutung des Schrittes. „Wer heute eingebürgert wird, gehört ganz offiziell dazu – mit allen Rechten, aber auch mit Verantwortung“, sagte Dienstel-Kümper. Zugleich hob sie die Vielfalt im Kreis hervor: „Hier sind viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen. Das zeigt: Unser Kreis ist offen, vielfältig und lebendig. Genau davon lebt unsere Gemeinschaft.“

Bekenntnis zum Grundgesetz

Alle Eingebürgerten ab 16 Jahren legten ein feierliches Bekenntnis ab, in dem sie sich verpflichteten, die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland sowie das Grundgesetz zu achten. Im Anschluss überreichte Kreisdirektorin Dienstel-Kümper die Einbürgerungsurkunden und jeweils ein Exemplar des Grundgesetzes. Damit ist nun der Weg frei, in den zuständigen Rathäusern Personalausweise und Reisepässe zu beantragen. Zum Abschluss der Feier sangen die Teilnehmenden gemeinsam die deutsche Nationalhymne.

Herkunftsländer und Wohnorte

Die neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stammen aus einer Vielzahl von Ländern. Die größte Gruppe kommt aus der Türkei mit 14 Personen, gefolgt von Syrien mit 12 und Bosnien-Herzegowina mit sieben. Weitere Herkunftsländer sind unter anderem Albanien, Griechenland, Polen, Rumänien, Guinea, der Kosovo, der Libanon, Russland, Serbien sowie einzelne Personen aus Afghanistan, Armenien, Bulgarien, Irak, Iran, Madagaskar, der Ukraine, Usbekistan und Vietnam. Eine Person war zuvor staatenlos.

Im Märkischen Kreis leben die neu Eingebürgerten überwiegend in Menden mit 23 Personen. Es folgen Hemer mit elf, Meinerzhagen mit acht, Altena mit sieben sowie Plettenberg und Werdohl mit jeweils sechs Personen. Weitere Wohnorte sind Halver (5), Schalksmühle (2), Kierspe und  Neuenrade mit jeweils einer Person.

Voraussetzungen für die Einbürgerung

„Die Einbürgerung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Integration und gesellschaftliche Teilhabe“, betont die Kreisverwaltung. Wer die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben möchte, müsse bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen in der Regel ein mindestens fünfjähriger legaler Aufenthalt in Deutschland, ausreichende Sprachkenntnisse, Wissen über die rechtlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen sowie die Fähigkeit, den eigenen Lebensunterhalt ohne staatliche Unterstützung zu sichern.