Der Schwerpunkteinsatz des Netzwerks Krad (Kraftrad) bezog sich hauptsächlich auf die Kontrolle des Motorradverkehrs im Märkischen Kreis. Zwei Drittel der in diesem Zuge verwarnten Verkehrsteilnehmer waren allerdings Pkw-Fahrer.
Kontrolle auf beliebten Motorradstrecken
Am Sonntag, 12. Juli herrschte bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad reger Ausflugsverkehr. Entsprechend hoch war der Anteil von Motorradfahrern auf den Straßen des Märkischen Kreises. Im Rahmen des Netzwerks Krad führte die Polizei des Märkischen Kreises an diesem Tag in der Zeit von 11 bis 19 Uhr einen Schwerpunkteinsatz durch, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Zahlreiche Polizeibeamte kontrollierten insbesondere auf den bei Motorradfahrern beliebten Strecken - unter anderem am Kohlberg zwischen Altena und Neuenrade, an der Nordhelle zwischen Meinerzhagen und Herscheid, an der K2 / K3 in Kierspe, im Bereich der L 539 (Meinerzhagen Ihne) und L 709 (Listertal).
Netzwerk setzt auf Prävention
Neben einer konsequenten Ahndung von Verkehrsverstößen setzt das Netzwerk auf Prävention, Aufklärung und die Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer für die besonderen Risiken des Motorradverkehrs. Im Mittelpunkt des Einsatzes stand neben Geschwindigkeitskontrollen insbesondere die technische Überprüfung der Motorräder. Kontrolliert wurden unter anderem unzulässige Veränderungen an Fahrzeugen, insbesondere an Abgasanlagen, sowie der allgemeine technische Zustand der Kräder. Darüber hinaus überprüften die Einsatzkräfte die Verkehrstüchtigkeit der Fahrer sowie das Vorhandensein der erforderlichen Fahrerlaubnisse.
Zwei Drittel der Verwarnungen gingen an Pkw-Fahrer
Die Bilanz des Einsatztages: Insgesamt wurden 339 Verkehrsteilnehmer verwarnt. Darunter befanden sich 236 Pkw-Fahrer, die alle wegen Geschwindigkeitsübertretungen verwarnt wurden. Die restlichen 103 Verwarnungen, davon 69 wegen Geschwindigkeitsverstößen, richteten sich gegen Motorradfahrer.
Dazu kamen 21 technische Verstöße sowie elf weitere Verkehrsverstöße. In zwei Fällen wurden Strafanzeigen gefertigt, weil ohne erforderliche Fahrerlaubnis gefahren wurde. Besonders gravierende technische Mängel führten zu weiteren Maßnahmen: Ein Motorrad wurde aufgrund unzulässiger Umbauten sichergestellt. Bei zwei weiteren Motorrädern stellten die Einsatzkräfte die verbauten, unzulässigen Abgasanlagen sicher.
Die Polizei wird auch künftig gemeinsam mit den Partnern des Netzwerks Krad (unter anderem Kreispolizeibehörde Olpe, Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, Kreispolizeibehörde Soest, Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis, Kreispolizeibehörde HSK) gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen. Neben der konsequenten Verfolgung von Verkehrsverstößen steht dabei vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen.








