Mit einem dreistufigen Plan wollte sich Kierspe auf den Weg machen: Zunächst sollte ein Zielbild für die Klimaneutralität entwickelt werden – gefolgt von Quartiersworkshops in Ortsteilen und schließlich der Aufstellung der Kommunalen Wärmeplanung für das gesamte Stadtgebiet. Die Kosten für die ersten beiden Stufen: 28.560 Euro. Detlef Jungmann (Grüne) äußerte sein Bedauern darüber, dass die Stadt offenbar die Anträge nicht gestellt hätte und nun „die Kosten auf die Stadt zukommen“. Bürgermeister Olaf Stelse erklärte, dass die Fördermittel beantragt worden seien. Aufgrund der Haushaltslage der Bundesregierung sei das Antragsfenster sonntags geschlossen worden und daher habe Kierspe keine Förderung erhalten.
Armin Jung (FDP) sagte, dass der Beschluss zurückgestellt werden müsste, bis klar sei, dass Fördermittel kommen. Auch sei ihm nicht klar, ob die Pflicht überhaupt bestand habe, wenn sich in Berlin etwas verändere. „Ich möchte das Geld nicht verbrennen“, sagte Jung unter Applaus von CDU, UWG und FWG. Auch Oliver Busch (SPD) schloss sich an: „Wir tun erstmal gut daran, nichts zu machen.“
„Man lässt uns wieder vor die Wand laufen – die Pläne sollten kostenneutral laufen“, wetterte Clemens Wieland (UWG) gen Berlin. Daher wolle er „die Sache erstmal nicht weiterverfolgen“. Einen Vorratsbeschluss brachte Kämmerin Kerstin Steinhaus-Derksen ins Gespräch: „Verschiedene Kommunen haben sich auf den Weg gemacht – das auch ohne Förderung. Der Beschluss könnte vielleicht so gefasst werden, dass wir die Pläne verfolgen, wenn wir Fördermittel auftun.“ Letztlich zog Bürgermeister Olaf Stelse die Vorlage zurück und versprach: „Wir prüfen, wo Fördermittel zu holen sind“.









