Fabian Kläs – in der Kreisverwaltung im Fachbereich Jugend und Bildung ist er für die Jugendhilfe zuständig – stellte die neue „Kinderbetreuungsbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 23/24“ vor. In der Essenz wies er im Ausschusses für Sport und Jugend am 18. April darauf hin, dass die Bedarfsplanung zyklisch sei. Das bedeutet, dass etwa die Zahl der Geburten beobachtet wird.
Und im vergangenen November hätten runde Tische mit Kitas stattgefunden, die sich dann gemeinsam um die Vergabe der Plätze bemüht hätten. Durch den Zustrom von Flüchtlingskindern – vor allem aus der Ukraine – habe sich die Situation im vergangenen Jahr etwas schwieriger gestaltet.
Stabile Zahlen für Kierspe
Seien es etwa im Jahr 2016/17 noch etwas über 2800 zu betreuende drei- bis sechsjährige Kinder im Märkischen Kreis gewesen, läge die Zahl für 2023/24 bei knapp 3150, werde aber in den kommenden Jahren vermutlich wieder sinken. Prinzipiell würden sich die Zahlen wellenförmig bewegen, wobei „man die Spitzen aushalten können muss“. Für das Planungsjahr 2023/24 wurden in Kierspe insgesamt 561 Plätze gemeldet.
Generell seien die Zahlen leicht rückläufig, aber weitestgehend stabil. Bei den U3-Kindern lag die Versorgungsquote bei 28,8 Prozent, wobei viele Eltern ein „kleines, fast schon privates Setting“ bevorzugen würden. Auffällig sei auch, dass kein Kind in der sogenannten Randzeit (vor 7 Uhr oder nach 17 Uhr) betreut wird.
Die Inanspruchnahme von Kindertagespflegeplätzen (U3) habe sich erholt und läge nun wieder auf dem „vor Corona“-Niveau. In Kierspe sind 49 Kinder in Betreuung (10 davon direkt im Ort, der „Rest drumherum“). Zudem gebe es mit der AWO-Kierspe eine Vorreitereinrichtung in punkto Inklusion.
40 Prozent Bedarfsabdeckung angestrebt
Insgesamt strebe der Kreis eine Bedarfsabdeckung von 40 Prozent an. Dafür müsse man „am Ball bleiben“, zumal „die Herausforderung etwa auch durch die enormen Bau- und Materialpreise“ groß sei. Deshalb müssten Förderprogamme verlängert werden, zumal viele Träger kaum noch Gelder zur Verfügung hätten und teilweise schon abgesprungen seien.
„Deshalb sind wir froh, dass wir für Rönsahl mit der Sentiris aus Halver einen guten Investor gefunden haben“, erläuterte Fabian Kläs weiter. Und abschließend stellte er fest, dass man sich zukunftsgerichtet aufstellen müsse. Die gemeinnützige Trägervielfalt sei zwar gut, aber bedenklich sei es, dass Kirchen immer seltener eine Trägerschaft übernehmen würden.










