Rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland kämpfen derzeit mit lebensbedrohlichen Erkrankungen — ihr Alltag ist geprägt von Sorgen, Pflege und Unsicherheit. Um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, machte der bundesweite „Kinder-Lebens-Lauf“ jetzt erneut Station in Iserlohn.
Auf Schicksal der Kinder aufmerksam machen
Gut 100.000 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland aktuell lebensbedrohlich erkrankt. „Es dürften wohl noch mehr sein; die Dunkelziffer ist hoch“, sagt Irene Müller, bis vor wenigen Monaten noch Vorstandsmitglied im Bundesverband Kinderhospiz. "Für die Betroffenen und deren Familien ist der Alltag geprägt von medizinischer Versorgung, organisatorischen Herausforderungen und der ständigen Unsicherheit.“
Grund Genug, auf das Schicksal dieser Kinder und Jugendlichen öffentlich aufmerksam zu machen. So wie der Bundesverband, der sich diesem Thema regelmäßig mit dem „Kinder-Lebens-Lauf“ annimmt — und der auch in diesem Jahr wieder Station in Iserlohn machte.
Dr. Stefan Bernitzki Schirmherr
An der Zentrale des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes „Kleine Raupe“ der Johanniter Südwestfalen an der Handwerkerstraße in Iserlohn machten sich Unterstützer auf den Weg nach Hagen. Mit dabei: Hemers stellvertretender Bürgermeister Bernhard Camminadi, Vertreter der Polizei sowie der Schirmherr des Laufs vor Ort, Dr. Stefan Bernitzki von der Kinderklinik in Lüdenscheid. Die Engels-Fackel mit den Flügeln hatten sie im Gepäck.
Das Symbol der Unterstützung für lebensverkürzend erkrankte Jungen und Mädchen wird zurzeit gut 7000Kilometer durch Deutschland getragen. Startpunkt war am 16. April das Brandenburger Tor in Berlin. Schirmherrin der nach eigenen Aussagen größten Inklusions-Kampagne Deutschlands ist Elke Büdenbender, die in Weidenau im Siegerland geborene Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Per Motorrad in die Waldstadt
Zum vierten Mal macht die Fackel Station in Iserlohn — zum letzten Mal war das im Jahr 2024 der Fall. In die Waldstadt gebracht wurde sie in diesem Jahr von den Motorradfahrern des Vereins „U.B.A.K.B.Ostwestfalen“, der sich für finanziell weniger gut gestellte Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren einsetzt. „Sie haben die Fackel gestern aus Paderborn, vorbei am Möhnesee, nach Iserlohn gebracht“, so Bettina Wichmann, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes „Kleine Raupe“ der Johanniter. Aufgabe war es für die Unterstützer vor Ort, die Fackel weiterzutragen nach Hagen. Dort war die „Sternentreppe“, der Kinder- und Jugendhospizdienst der Caritas, das Ziel.
Sechs Kilometer bis Letmathe
Die Spaziergänger machten nach ihrem Sechs-Kilometer-Marsch einen Zwischenstopp am Haus Letmathe. Dort übernahm die Fahrrad-Gruppe die Fackel, der hatten sich auch CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick und Iserlohns Vize-Bürgermeister Michael Scheffler angeschlossen. „Die Resonanz ist bisher sehr gut“, freute sich auch Judith Köster. Die Altenaerin ist Regionalvorständin der Johanniter in Südwestfalen.
Erstmals im Ausland
Um auf das schwere Schicksal der Kinder und Jugendlichen mit lebensbedrohenden Krankheiten aufmerksam zu machen, wird die „Fackel des Lebens“ noch einen weiten Weg zurücklegen. Die Unterstützer begleiten sie laufend, schwimmend, radelnd oder per Kutschfahrt. Sie wird auch erstmals in der Schweiz, Österreich und in Luxemburg Station machen. „Es sind insgesamt gut 7000 Kilometer bis zum Ziel“, so Irene Müller. Elf Kilometer davon haben die Johanniter die Fackel von Iserlohn bis nach Hagen begleitet — und sie werden es wieder tun.
"Kleine Raupe" freut sich über Spenden
Der Kinder- und Jugendhospizdienst „Kleine Raupe“, gefördert mit Fördermitteln der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe, freut sich über Unterstützung in Form von Spenden an:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Südwestfalen
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort „Kleine Raupe“
IBAN: DE 69 370 205 00000 4317718
BIC: BFSSWDE33XXX











