„Grundschulkinder sind empfänglicher für den Glauben, als Jugendliche im Konfirmanden-Alter“, erklärte Jutta Betzendörfer-Fröhlich. Daher sei die Idee entstanden, den Konfirmandenunterricht auf zwei Jahre aufzuteilen. Nach dem KU 3 folgt der zweite Part während des neunten Schuljahres. „Mit KU 3 und KU 9 können wir zwei Lebensphasen erreichen“, erklärte die Gemeinde-Pädagogin. Das Konzept habe sich seit 23 Jahren bewährt.
Als Pendant zur katholischen Erstkommunion-Vorbereitung entdecken die Mädchen und Jungen die Grundlagen des christlichen Glaubens niederschwellig. „Wir fangen mit Bodenbildern an“, erzählte Betzendörfer-Fröhlich. Nach und nach entsteht dabei aus Tüchern und Figuren eine biblische Geschichte: „Wir stellen dazu leichte Einstiegs-Fragen und kommen so Schritt für Schritt den Erzählungen auf die Spur.“

Zwischen den Sommerferien und Weihnachten finde eine Art Aufwärmphase statt, in der die Kinder die Schöpfungsgeschichte kennenlernen und im Unterricht auf Mose, Abraham, Noah und Co. treffen. Danach ginge es mit „Jesus-Geschichten“ weiter. „Wir freuen uns, wenn Kinder hier raus gehen und wissen, dass Jesus ihr Freund ist“, erklärt Betzendörfer-Fröhlich. Die Taufe oder eine Konfessions-Zugehörigkeit ist übrigens keine Voraussetzung für die Teilnahme, betonte die Gemeindepädagogin.
Um die Eltern der potenziellen KU3-Teilnehmer kontaktieren zu können, werden zunächst die evangelischen Haushalte – über deren Adresse die Gemeinde verfügt – angeschrieben. Über einen Elternabend, weitere Briefe und Besuche in den Kiersper Grundschulen wird das Angebot für alle Interessierte geöffnet.
Familienalltag ohne Gott und weniger Religionsunterricht
Dass Kinder die Bibel und den christlichen Glauben durch die Gemeinden vermittelt bekommen, sei immer wichtiger. In den Familien fehle zunehmend der Bezug zur Religion und auch der Religionsunterricht bröckle. „Beim Lehrermangel wird als erstes beim Religionsunterricht gespart“, beobachtet Betzendörfer-Fröhlich. Viele Kinder wüssten etwa nicht mehr, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist.

Auch über Arbeitsblätter sollen diese Inhalte vermittelt werden. „Aber keine Sorge, bei uns gibt es weder Noten noch Hausaufgaben“, betonte die Gemeindepädagogin. Der Begriff Unterricht habe nichts mit Schule oder einer Pflichtveranstaltung zu tun.
Die Gruppen treffen sich aufgeteilt nach Grundschulen ein Mal in der Woche. Der KU 3 ist Voraussetzung für die Teilnahme am KU 9. Der neue Kurs startet am Mittwoch,16., beziehungsweise Donnerstag, 17. August, und endet am 21. April 2024 mit einem Abschlussgottesdienst.
Der Elternabend war bereits am 19. Juni, dennoch läuft die Anmeldephase weiter. Wer mitmachen möchte, kann sich noch bis Montag, 31. Juli, anmelden.
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KU 3 – Erstes Jahr des Kirchlichen Unterrichts für Drittklässler in der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe
Alle Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe.









