Wie funktioniert Künstliche Intelligenz eigentlich? Dieser Frage gingen die Schüler der beiden Mathe-Physik-Kurse der Jahrgangsstufe 10 am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Plettenberg in den vergangenen drei Wochen ganz praktisch nach. Gemeinsam bauten sie im Workshop „Build Your Own AI“ ein eigenes kleines Sprachmodell auf.

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Fabian Pingel leitete das Projekt. Er ist bei der Linamar Plettenberg GmbH für Automation, Innovation und Künstliche Intelligenz verantwortlich. Das Unternehmen stellte auch die benötigte Hardware zur Verfügung.

Der Workshop sollte den Jugendlichen nicht nur die Nutzung von KI näherbringen, sondern auch deren Funktionsweise vermitteln. Das Sprachmodell lief vollständig lokal auf dem Mini-Computer – ohne Cloud oder Rechenzentrum. So konnten die Schüler nachvollziehen, wie KI Antworten erzeugt und wo ihre Grenzen liegen.

Dies zeigte sich besonders eindrucksvoll anhand sogenannter „Halluzinationen“ – also falscher Antworten der KI. Auf die Frage „Wer war der erste Mensch auf dem Mars?“ antwortete das Sprachmodell selbstbewusst mit dem Namen des Astronauten Alan Bean. Die Klasse erkannte dadurch, dass Sprachmodelle keine Fakten „wissen“, sondern auf Wahrscheinlichkeiten basierende Antworten erzeugen.

Immer hinterfragen

Neben den technischen Grundlagen stand deshalb auch der kritische Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Die Schüler lernten, dass KI zwar ein hilfreiches Werkzeug sein kann, sie ihre Ergebnisse aber stets hinterfragen sollten.

Das Projekt zeigt nach Einschätzung der Beteiligten, wie Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen digitale Bildung praxisnah fördern und junge Menschen für Informatik und Zukunftstechnologien begeistern können.