Diese Aktion fand bewusst im Rahmen der internationalen Wochen statt, denn Rassismus hat laut Christian Schwanke vom Team Streetwork der Stadt Kierspe viele Facetten: Oft ganz leise im Internet, in der Nachbarschaft, beim Einkaufen oder auf der Arbeit. Es gibt Anschläge auf Moscheen, Synagogen. Obdachlose werden verprügelt, Menschen mit anderer Hautfarbe sowie Andersgläubige, anders Liebende werden angepöbelt und attackiert. „Die Konsequenzen der Vorurteile sollten daher auch den Kindern nahegelegt werden“, sagte Schwanke.
Zu Beginn der Aktion gab es eine kleine Führung durch das Jugendzentrum. Anschließend haben die Kinder anhand des Buches „Elefanten im Haus“ von Astrid Henn besprochen, was Vorurteile sind, wie sie entstehen und was sie für einen Schaden anrichten können. Sie diskutierten darüber, wie man mit Vorurteilen umgeht und was man machen sollte, damit es erst keine entstehen.

Es blieb noch jede Menge Zeit, um alle Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten der Einrichtung kennenzulernen und auszuprobieren. Zudem konnten die Kinder kreative Buttons gestalten und mitnehmen. „Die Kinder haben somit eine neue Möglichkeit entdeckt, ihre Freizeit zu gestalten“, sagte Schwanke.
„Bürger müssten wachsam sein gegen Propaganda, Desinformation und Verschwörungsmythen. Die offene und aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Kierspe lebt jeden Tag Offenheit und Vielfalt. Das zeigen schon die verschiedenen Besuchende, die die Einrichtungen nutzen oder mit denen das Team Streetwork zu tun hat. Hier spielen Religion, Hautfarbe, Herkunft oder sexuelle Gesinnung keine Rolle. Hier wird gemeinsam gespielt, gelacht und gestritten. Es ist ganz egal, wo die Leute hergekommen sind, wie gebetet wird oder welche Sprache Zuhause gesprochen wird“, betonte Christian Schwanke abschließend.









