Am Samstag, 26. September, steht Fanny van Hees (1817–1870) im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der das Gymnasium An der Stenner, die Iserlohner Frauen-AG, das Stadtarchiv Iserlohn und die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn gemeinsam zwischen 10 und etwa 12.30 Uhr an die Gartenstraße sowie in die Aula des Gymnasiums An der Stenner (Stennerstraße 5) einladen.

Überregionale Nachrichten

Den Auftakt bildet um 10 Uhr die Eröffnung eines Iserlohner „FrauenOrtes NRW“ an der Gartenstraße 33, bei der eine Informationstafel für Fanny van Hees eingeweiht wird. Die Waldstadt gehört 2026 zu den fünf neuen Kommunen, die in das Projekt aufgenommen wurden – Fanny van Hees ist eine von acht Frauen, die in diesem Jahr durch einen „FrauenOrt NRW“ gewürdigt werden.

Fanny van Hees war 1852 Gründerin und Direktorin der ersten Höheren Töchterschule in Iserlohn. Als examinierte Lehrerin unterrichtete sie dort selbst und setzte sich dafür ein, dass Mädchen eine höhere Schulbildung erhielten. 1869/70 übernahm die Stadt Iserlohn ihre Schule, aus der das heutige Gymnasium An der Stenner hervorging.

Träger des Projekts „FrauenOrte NRW“ ist der FrauenRat NRW, gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI). Seit 2022 ehrt der FrauenRat NRW historische Frauenpersönlichkeiten, die in NRW gewirkt und gelebt haben, um ihren Beitrag zur Geschichtsschreibung des Landes mit Hilfe von Infotafeln im öffentlichen Raum noch sichtbarer zu machen.

Das Grußwort für den FrauenRat NRW wird Vorstandsmitglied Inge Blask, Mitglied des Landtages (MdL), sprechen, bevor Stadtarchivar Rico Quaschny mit einleitenden Worten zur stadt- und regionalgeschichtlichen Bedeutung fortfährt.

Bürgermeister Michael Joithe begrüßt Gäste in der Aula des Gymnasiums 

Nach der Einweihung der Informationstafel geht es um 11 Uhr in der Aula des Gymnasiums An der Stenner weiter, wo Schulleiter Stefan Schmoldt und Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe die Gäste begrüßen.

In einem Vortrag zeichnet die Historikerin Dr. Pauline Puppel, die bereits 2002 eine Biografie über Fanny van Hees im Rahmen einer Veröffentlichung des Stadtarchivs erarbeitet hat, das Leben und Wirken der prägenden Iserlohner Stadtpersönlichkeit nach.

Den Abschluss bildet gegen 12 Uhr die Verleihung des Fanny-van-Hees-Preises 2026 durch die städtische Gleichstellungsstelle und die Iserlohner Frauen-AG. Der Preis wird seit 2015 in Iserlohn vergeben und zeichnet Frauen aus, die heute Außergewöhnliches geleistet, sich in besonderer Weise engagiert oder mutig neue Wege gegangen sind. Er zeige, wie Frauen die Stadtgesellschaft unentbehrlich bereichern und soll auch andere Frauen inspirieren und ermutigen. Eine Bekanntgabe der diesjährigen Preisträgerin erfolgt erst im Rahmen der Verleihung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.