Andy Schade veröffentlicht ein neues Album. Und aus der Musikidee wurde zeitgleich noch ein Podcast.

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Was mit der Idee begann, nach vielen Jahren des Coverns wieder eigene Songs zu schreiben, ist inzwischen deutlich größer geworden: Am 17. Oktober wird im Qwörk, der ehemaligen Fabrik Kissing & Möllmann an der Oberen Mühle in Iserlohn, Andy Schades neues Album „Rundfunk Orange“ vorgestellt. Gleichzeitig ist der Albumtitel längst auch zum Namen eines gemeinsamen Podcast von Andy Schade und Christian Bers geworden. Die Geschichte hinter dem Album „Rundfunk Orange“ beginnt mit dem Wunsch, wieder eigene Musik zu machen. Nach zahlreichen Jahren, in denen Schade vor allem Songs anderer Künstler spielte, wollte er wieder selbst Geschichten erzählen – und zwar solche, die mit seinem Leben und seiner Heimat zu tun haben.

Echtes Sauerländer Kind

„Irgendwann kam der Gedanke: Schreib doch wieder eigene Lieder. Songs über Erlebnisse, die dich bewegt haben“, erzählt Schade, der als Tagesvater unter dreijährige Kinder betreut. Und weil der gebürtige Letmather – von wenigen Unterbrechungen abgesehen – sein Leben lang im Sauerland gelebt hat, lag die thematische Heimat seiner Lieder praktisch vor der Haustür. So entstand unter anderem „Funky Express“, ein Song über Menschen, die ihre Autos mit viel Hingabe aufmotzen und damit durch die Gegend fahren.

„Disco San Francisco“ wiederum erinnert an die vielen Scheunenfeste, die für ganze Generationen im Sauerland zum Lebensgefühl gehörten. „Ich bin ein echtes sauerländer Kind. Wahrscheinlich erklärt das am besten, warum die Lieder so klingen, wie sie klingen“, sagt Andy Schade. Gleichzeitig sei ihm wichtig gewesen, nach vielen Bandprojekten einmal etwas zu schaffen, auf dem ganz bewusst sein Name steht. Vielen ist der 58-Jährige auch als Sänger der BVB-Hymne "Am Borsigplatz geboren" bekannt. Schade: "Die wird vor jedem Spiel im Stadion immer an dritter Stelle gespielt und ist seit 20 Jahren Volksgut."

Aus ein paar Songs wurde eine Radioshow

Bei ein paar aufgenommenen Liedern blieb es allerdings nicht lange. Wer Andy Schade kennt, weiß: Einfach nur ein Album aufzunehmen, wäre vermutlich zu unkompliziert gewesen. „Ich kann so etwas nicht einfach machen. Ich muss immer etwas drumherum bauen“, sagt er augenzwinkernd. Weil Schade selbst leidenschaftlich gerne Radio hört, entstand die Idee, die Songs in eine fiktive Radioshow einzubetten. Der passende Name war schnell gefunden: Rundfunk Orange – Rundfunk, weil es nach Radio klingt, und Orange, weil es Schades Lieblingsfarbe ist. Ungefähr zur gleichen Zeit nahm auch eine langjährige Freundschaft eine neue kreative Wendung.

Andy Schade und Christian Bers kennen sich seit mehr als drei Jahrzehnten. Bers erinnert sich noch gut an die Zeit, als Schade Frontmann der Band „Firma Angst und Bange“ war: „Ich glaube, ich war damals schon Fan der ersten Stunde.“ In den folgenden Jahren liefen sich beide bei unterschiedlichsten Projekten immer wieder über den Weg. Gemeinsam arbeiteten sie unter anderem an Schades Aktion „Das gehört hier nicht hin“, die auf illegal entsorgten Müll in Wald und Landschaft aufmerksam machte. Christian Bers entwickelte damals die dazugehörige Webseite, auf der sich unter anderem auch prominente Unterstützer wie beispielsweise „Extrabreit“ zu Wort meldeten.

Eine Idee beim Treffen – plötzlich war da ein Podcast

Als Andy Schade Christian Bers schließlich von seinem Musikprojekt und dem Namen „Rundfunk Orange“ erzählte, kam die nächste Idee. „Ich fand das Konzept sofort großartig und habe gesagt: Mensch, dann lass uns doch unter diesem Namen auch einen Podcast machen“, erinnert sich Bers. Das Grundprinzip war schnell klar: Beide wollten Menschen aus der Region vors Mikrofon holen, die interessante Geschichten zu erzählen haben – bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten, Musiker, Kreative und Menschen mit besonderem Lokalkolorit.

Im Qwörk in Iserlohn stellt Andy Schade sein neues Album „Rundfunk Orange“ vor.
Foto: privat

Aus der spontanen Idee entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit ein regelmäßig erscheinender Podcast. „Wir kennen unglaublich viele Menschen, bei denen man nach fünf Minuten merkt: Da steckt eine Geschichte dahinter“, sagt Christian Bers. „Genau diese Menschen wollten wir einladen. Und mittlerweile merken wir, dass nicht nur uns die Gespräche riesigen Spaß machen.“ So wurde aus dem Namen eines Albums gleichzeitig eine gemeinsame Marke: "Rundfunk Orange" steht heute für Musik, Podcast, regionale Geschichten und vor allem für die Freundschaft und kreative Zusammenarbeit von Andy Schade und Christian Bers.

Release-Party, Live-Podcast und Vinyl

Am 17. Oktober kommen die verschiedenen Seiten von „Rundfunk Orange“ an einem Abend zusammen. Im Qwörk in Iserlohn wird Andy Schade sein neues Album "Rundfunk Orange" erstmals einem ausgewählten Publikum präsentieren. Doch eine reine Albumvorstellung wäre für "Rundfunk Orange" natürlich deutlich zu wenig. Während des Abends werden Schade und Bers auch eine Sondersendung ihres Podcasts live vor Ort aufzeichnen.

Dabei sollen ausgewählte Gäste zu Wort kommen und Teil der Sendung werden. Und wenn Album und Podcast ihren großen Auftritt hinter sich haben, übernimmt ein alter Bekannter die Plattenteller: DJ Matze Janke legt zum Abschluss Vinyl aus den 80er- und 90er-Jahren auf. Damit schließt sich an diesem Abend gleich mehrfach ein Kreis: aus Erinnerungen werden Songs, aus Songs wird eine Radioshow, aus der Radioshow ein Podcast – und aus einer jahrzehntelangen Freundschaft ein gemeinsames Projekt.

Termin: Samstag, 17. Oktober

Ort: Qwörk, Iserlohn, Obere Mühle 28, 58644 Iserlohn 

Anlass: Präsentation des neuen Albums „Rundfunk Orange“ von Andy Schade mit Sondersendung des Podcasts „Rundfunk Orange“.

Tickets zum Preis von 13 Euro gibt es unter https://qwoerkiserlohn.tickettune.com/qwoerkiserlohn/detail/index/s