Die drohende Schließung der Linden Plastics Manufacturing ist abgewendet. Ein strategischer Investor übernimmt das Werk in der Kalve und einen weiteren Standort der insolventen Plastic Manufacturing Group.
Das teilte der Insolvenzverwalter des Automobilzulieferers mit. Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun hat sich mit einem strategischen Investor auf eine Lösung geeinigt, die die Fortführung wesentlicher Teile der Gruppe ermöglicht. Die entsprechenden Verträge wurden am Donnerstag, 16. April, unterzeichnet. Damit sind 120 Arbeitsplätze am Standort Lüdenscheid und weitere 230 am Standort Diepersdorf gesichert. Die Beschäftigten werden übernommen. Für den Vollzug der Übernahmen muss u.a. noch die zuständige Kartellbehörde zustimmen.
Auch Mutterkonzern im Insolvenzverfahren
Der dritte Standort, die SMK Plastic Manufacturing GmbH mit Sitz in Oberlungwitz, ist nicht Teil der Investorenlösung. Für diesen wird nun eine geordnete Ausproduktion eingeleitet.
Die Plastic Manufacturing Group gehört zum US-amerikanischen Konzern First Brands Group und hatte im November 2025 Insolvenz anmelden müssen. Auch der Mutterkonzern selbst befindet sich in einem Insolvenzverfahren.
„Mit der jetzt vereinbarten Übernahme ist es gelungen, zumindest für einen Teil der Gruppe eine tragfähige Perspektive zu schaffen – unter dem Dach eines wirtschaftlich und strategisch gut aufgestellten Investors“, so Böhm. „Damit kann nicht nur die drohende Stilllegung abgewendet werden. Für die beiden verbliebenen Standorte eröffnen sich zugleich neue Entwicklungsmöglichkeiten.“
Die drei Unternehmen der Plastic Manufacturing Group, die Diepersdorf Plastic Manufacturing GmbH mit Sitz in Diepersdorf (zuletzt rund 535 Beschäftigte), die SMK Plastic Manufacturing GmbH mit Sitz in Oberlungwitz (zuletzt rund 75 Beschäftigte) und die Linden Plastics Manufacturing GmbH mit Sitz in Lüdenscheid (zuletzt rund 120 Beschäftigte), hatten am 3. November 2025 Insolvenzantrag gestellt.










