KIEZ – das steht für Krisen-Informations-Erstehilfe-Zentren. Diese sollen im Fall von Hochwasser, Stromausfällen, Waldbränden und anderen Extremereignissen zukünftig wohnortnahe Hilfestellungen bieten. Auch bei Versorgungsengpässen mit Wasser und Energie oder bei Ausfällen der Telekommunikation ist ein effektives Notfallkonzept unverzichtbar. Aus diesem Grund wurde in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises das „KIEZ-Konzept“ entwickelt, das die Bürger in solchen Situationen bestmöglich unterstützen soll.
Die Zentren, die durch leuchtend rote Schilder gekennzeichnet sind, sollen im Ernstfall als erste Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen. Unterschieden werden die KIEZ-Standorte in zwei Stufen:
Stufe 1️ – Notfall-Infopunkte
Diese Standorte werden aktiviert, wenn es zu länger andauernden Stromausfällen oder zum Zusammenbruch der Telekommunikationsleitungen kommt. Bürgerinnen und Bürger können hier Notrufe absetzen und medizinische Erste-Hilfeleistungen anfordern. Zudem dienen diese Infopunkte als Kommunikationsschnittstellen, um die Bevölkerung über die aktuelle Situation zu informieren.
Stufe 2️ – Notfall-Betreuung
In dieser Stufe erhalten Bürgerinnen und Bürger weitergehende Informationen zur aktuellen Lage sowie kleinere Hilfe- und Versorgungsleistungen. Dank Notstromversorgung oder stromunabhängiger Heizungen können sich Betroffene an diesen Standorten aufwärmen. Darüber hinaus stehen Lademöglichkeiten für Elektrokleingeräte und erweiterte Erste-Hilfe-Leistungen zur Verfügung.
Die konkrete Umsetzung des KIEZ-Konzepts obliegt den einzelnen Kommunen. Auch in Kierspe wurden bereits entsprechende Maßnahmen getroffen, um die Bevölkerung im Krisenfall bestmöglich zu unterstützen, teilt die Stadtverwaltung nun mit.
In der KIEZ Stufe 1 dienen die vier Feuerwehrgerätehäuser als Anlaufstellen. Im Volmetal am Herlinghauser Weg, an der L528 in der Ortslage Neuenhaus, das Gerätehaus Stadtmitte am Wildenkuhlen und in Rönsahl in der Straße „Am Stade“. Zusätzlich dient das Rathaus als Anlaufpunkt. Für die erweiterte Notfall-Betreuung in Kierspe sind der Bereich um die Gesamtschule mit Mensa bzw. Turnhalle sowie die Turnhalle der Servatiusschule in Rönsahl vorgesehen.
In den kommenden Wochen werden die großen Hinweisschilder, die diese Notfallpunkte kennzeichnen, in Kierspe angebracht. Die Stadtverwaltung ist für die Koordination dieses Krisenplans zuständig, während die Feuerwehr als ausführendes Organ eine beratende Rolle übernimmt. In einem Geoportal des Märkischen Kreises ist eine genaue Aufstellung der einzelnen Standorte im Kreisgebiet aufgelistet. Eine Karte mit den Info- und Anlaufpunkten aller Städte gibt es hier: gdi.maerkischer-kreis.de/portal/index.html.










