Auf dem Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis ist die Zahl der Arbeitslosen im September deutlich zurückgegangen. 18.736 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 603 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote sank von 8,6 auf 8,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit allerdings weiterhin leicht höher. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Iserlohn hervor.
Gegenüber September 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 180 Personen beziehungsweise ein Prozent. Damals hatte die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent gelegen.
Sebastian Unkhoff, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Iserlohn, führt die Entwicklung unter anderem auf die für den Herbst typische Belebung zurück. Nach dem Ende der Sommerferien sei die Arbeitslosigkeit spürbar gesunken. Besonders deutlich zeige sich dies bei den von der Arbeitsagentur betreuten Menschen und bei jüngeren Arbeitslosen. Gleichzeitig registriert die Agentur wieder mehr Bewegung bei der Nachfrage nach Arbeitskräften.
Mehr Menschen beenden ihre Arbeitslosigkeit
Im September meldeten sich im Märkischen Kreis insgesamt 2992 Menschen arbeitslos, darunter 1139, die zuvor erwerbstätig waren. Gleichzeitig beendeten 3605 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 1217 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.
Auch die Unterbeschäftigung ging zurück. Sie lag nach vorläufigen Angaben bei 22.426 Personen und damit um 510 beziehungsweise 2,2 Prozent niedriger als im August. Gegenüber September 2025 sank sie um 178 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent. Zur Unterbeschäftigung zählen neben den registrierten Arbeitslosen unter anderem Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen.
Von den insgesamt 18.736 Arbeitslosen wurden 6129 von der Agentur für Arbeit betreut. Das waren 345 weniger als im August, allerdings 225 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der Jobcenter waren 12.607 Menschen arbeitslos gemeldet – 258 weniger als im Vormonat und 45 weniger als im September 2025. Die Jobcenter betreuten damit 67 Prozent aller Arbeitslosen.
3729 freie Stellen im Bestand
Bei der Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Unternehmen meldeten im September 766 neue Stellen. Das waren 164 weniger als im August, aber 15 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt hatte die Arbeitsagentur 3729 freie Stellen im Bestand. Besonders viele offene Stellen gab es unter anderem bei wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und Kfz-Bereich sowie im Baugewerbe.
Unkhoff verweist zugleich auf die weiterhin bestehenden Herausforderungen. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeige, dass es trotz der aktuellen Belebung darum gehe, Menschen in Beschäftigung zu bringen und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen.
Fast überall weniger Arbeitslose als im August
Der Blick auf die einzelnen Städte und Gemeinden zeigt: Der Rückgang gegenüber August erfasst nahezu den gesamten Märkischen Kreis. Lediglich in Meinerzhagen stieg die Zahl leicht an, in Nachrodt-Wiblingwerde blieb sie unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr fallen die Entwicklungen dagegen unterschiedlich aus.
In Iserlohn waren im September 5005 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 168 beziehungsweise 3,2 Prozent weniger als im August. Gegenüber September 2025 stieg die Zahl allerdings deutlich um 364 Personen oder 7,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,1 Prozent nach 9,4 Prozent vor einem Jahr.
In Hemer sank die Zahl gegenüber August um 58 beziehungsweise 4,1 Prozent auf 1366 Arbeitslose. Auch im Jahresvergleich gab es einen Rückgang: 61 Menschen beziehungsweise 4,3 Prozent weniger waren arbeitslos gemeldet. Die Quote sank von 7,4 auf 7,1 Prozent.
In Nachrodt-Wiblingwerde blieb die Arbeitslosenzahl gegenüber August unverändert bei 190. Gegenüber September 2025 ging sie allerdings um 28 Personen oder 12,8 Prozent zurück.
Auch in Lüdenscheid sank die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich. 4148 Menschen waren ohne Arbeit, 155 beziehungsweise 3,6 Prozent weniger als im August. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Zahl mit einem zusätzlichen Arbeitslosen praktisch unverändert. Die Arbeitslosenquote betrug 10,4 Prozent nach 10,5 Prozent im September 2025.
In Halver waren 558 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 27 beziehungsweise 4,6 Prozent weniger als im August und 28 beziehungsweise 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Schalksmühle verzeichnete ebenfalls einen Rückgang: Mit 370 Arbeitslosen waren 16 beziehungsweise 4,1 Prozent weniger Menschen ohne Arbeit als im August. Im Jahresvergleich sank die Zahl um 25 oder 6,3 Prozent.
In Kierspe sank die Zahl gegenüber August um zwölf beziehungsweise 2,3 Prozent auf 521 Arbeitslose. Gegenüber September 2025 waren allerdings fünf Personen beziehungsweise ein Prozent mehr arbeitslos gemeldet.
Meinerzhagen war die einzige Kommune im Kreis mit einem Anstieg gegenüber dem Vormonat. Dort waren 737 Menschen arbeitslos, fünf beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als im August. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 24 oder 3,4 Prozent.
In Herscheid sank die Zahl um fünf beziehungsweise 2,6 Prozent auf 184 Arbeitslose. Gegenüber September 2025 waren zwölf Menschen beziehungsweise 6,1 Prozent weniger arbeitslos.
Rückgang auch in Menden und Balve
In Balve waren 298 Menschen arbeitslos gemeldet, zwölf beziehungsweise 3,9 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl dagegen um 25 Personen oder 9,2 Prozent.
In Menden ging die Zahl gegenüber August um 63 beziehungsweise 3,2 Prozent auf 1904 zurück. Im Jahresvergleich gab es jedoch einen Anstieg um 61 Personen oder 3,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent und damit über den 6,3 Prozent des Vorjahres.
Plettenberg mit deutlichem Rückgang im Jahresvergleich
In Werdohl waren 1196 Menschen arbeitslos. Gegenüber August waren das fünf beziehungsweise 0,4 Prozent weniger. Auch gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl leicht um vier Personen beziehungsweise 0,3 Prozent.
Deutlicher fiel der Rückgang in Plettenberg aus. Dort waren 1027 Menschen arbeitslos gemeldet, 42 beziehungsweise 3,9 Prozent weniger als im August. Gegenüber September 2025 sank die Zahl um 82 Personen oder 7,4 Prozent.
In Altena ging die Arbeitslosenzahl gegenüber August um 37 beziehungsweise 4,3 Prozent auf 820 zurück. Im Jahresvergleich waren 41 Menschen beziehungsweise 4,8 Prozent weniger arbeitslos.
Auch Neuenrade verzeichnete einen Rückgang. 412 Menschen waren arbeitslos gemeldet, acht beziehungsweise 1,9 Prozent weniger als im August. Gegenüber September 2025 sank die Zahl um 19 Personen oder 4,4 Prozent.
Für kleinere Kommunen veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit keine Arbeitslosenquote zur allgemeinen Veröffentlichung. Sie begründet dies mit der Zahl der abhängigen zivilen Erwerbspersonen von weniger als 15.000 und der eingeschränkten Validität der Bezugsgrößen für kleinere Regionaleinheiten.










