Der mehr als 500 Jahre alte Hof am Stade war Thema des Vortragsabends des Heimatkunde-Arbeitskreises. Rund 15 Gäste folgten der Einladung am Montagabend, 30. März. Regina und Karl-Friedrich Marcus gaben Einblicke in die bewegte Geschichte des Geländes.
Mittlerweile ist von dem Hof nichts mehr übrig - er befand sich an der Stelle, an der heute das Wohnhaus "Am Stade 14" steht. Die Geschichte des Gebäudes ist jedoch gut dokumentiert. Der mittlerweile verstorbene Heimatforscher Josef Moddemann fand die ersten Aufzeichnungen des Gehöfts in Kirchenabrechnungsbüchern und Steuerlisten und konnte die Geschichte daran nachverfolgen. Den Vortrag hielten die Rönsahler Regina und Karl-Friedrich Marcus.
Der Hof lag direkt an einem historischen Handelsweg, der von Hagen über Breckerfeld und Halver durch Rönsahl weiter nach Marienheide und weiter in den Süden führte. An ihm zweigte ein Hohlweg in Richtung Marienheide-Wernscheid ab. Anhand zahlreicher Bilder illustrierten die beiden Redner die Geschichte des Hofes und seiner Umgebung.
Im Jahr 1928 wurde östlich des Hofgebäudes ein Sportplatz angelegt, auf dem dann schon in den 1930er-Jahren die Baracken des Arbeitsdienstes gebaut wurden. Nach dem Krieg verschwanden diese nach und nach. Sie machten Platz für die Gebäude eines Kinderheimes, aus dem dann die Waldheimat, das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, entstand. Das alte Hofgebäude wurde schließlich verkauft und zu einer Produktions- und Verkaufsstelle für Herrenbekleidung umgebaut. Nachdem auch diese geschlossen wurde entstand auf dem Gelände das Wohnhaus, das aktuell am Stade zu sehen ist.
Auf ihrer Website tragen Regina und Karl-Friedrich Marcus regelmäßig historische Informationen rund um Rönsahl zusammen. Sie ist für jeden Interessierten frei zugänglich.










