Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will das kommunale Klimamanagement in Schalksmühle personell stärken. In einem Antrag an Bürgermeister und Gemeinderat fordert sie die Schaffung einer unbefristeten Vollzeitstelle.
Klimamanager als Schnittstelle
Nach Vorstellung der Grünen soll die neue Fachkraft der Umsetzung der bereits formulierten Klimaziele koordinieren und als Schnittstelle zwischen Bereichen der Verwaltung arbeiten. Die Fraktion verweist dabei unter anderem auf das "Integrierte Klimaschutzprojekt" der Gemeinde. Bislang, so die Begründung des Antrags, fehle es vor allem an einer konsequenten praktischen Umsetzung.
Zu den Aufgaben eines Klimamanagers könnten nach Ansicht der Grünen unter anderem die Koordination von Maßnahmen zur Klimaanpassung, die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, der Ausbau der Ladeinfrastruktur oder die Vorbereitung auf Starkregenereignisse gehören. Genannt werden zudem das Schwammstadt-Prinzip und der Erhalt beziehungsweise die Ausweitung von Kaltluft-Schneisen.
Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der Akquise von Fördermitteln liegen. Landes- und Bundesprogramme seien häufig komplex und zeitaufwendig in der Antragstellung. Eine eigens dafür zuständige Fachkraft könne Fördermöglichkeiten systematisch prüfen und entsprechende Anträge vorbereiten.
Die Grünen beziehen sich in ihrem Antrag auf einen zuvor gestellten Antrag der UWG, aus dem aus ihrer Sicht hervorgehe, vor welchen Aufgaben die Gemeinde durch den Klimawandel stehe.
Für die Stelle sollen dem Antrag zufolge im Haushalt 2027 insgesamt 75.000 Euro Personalkosten im Bereich Umwelt- und Klimaschutz eingespart werden. Die Verwaltung soll die Vollzeitstelle zeitnah ausschreiben. Vorgesehen ist eine Besetzung mit einer Person, die über Qualifikation im Bereich Umweltmanagement, Nachhaltigkeit oder Projektsteuerung verfügt.
Über den Antrag muss der Gemeinderat entscheiden.









