
Ist das neue Baugebiet bereits beschlossene Sache? Braucht Halver überhaupt weitere Bauflächen? Diese und andere Fragen zu den Baugebietsplänen der Stadtverwaltung beschäftigten mehr als 20 Anwohner beim Nachbarschaftsgespräch am Samstag, 31. Oktober. Dazu hatten die Grünen-Fraktionsmitglieder René Kopp und Sina Löschke eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Areal zwischen dem Umspannwerk an der L528 und den bestehenden Wohngebieten am Zaunkönigweg und Nachtigallenweg.
Mehrheit des Stadtrates stimmt für Flächenvorschlag
Die Lokalpolitiker wollten über das Planungsverfahren zum neuen Regionalplan Südwestfalen informieren. Im Zuge der laufenden Überarbeitung hatte die Stadtverwaltung Halver zusätzliche Flächen für mögliche Neubaugebiete bei der Bezirksregierung angemeldet. Diese sollen in den ersten Entwurf des neuen Regionalplans aufgenommen werden. Dazu gehört auch das Areal an der L528, das sich vom Umspannwerk den Hang hinunter bis zur Waldkante erstreckt. „Gewünscht wird eine Fläche für leises Gewerbe und Wohnbebauung und die Mehrheit des Stadtrates hat diesem Vorschlag in der zurückliegenden Ratssitzung zugestimmt. Gegenstimmen kamen nur aus der Grünen-Fraktion“, erläuterte René Kopp den Anwesenden.
Im Anschluss nutzten die Besucher die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Was würde eine Aufnahme des Vorschlags in den Regionalplan bedeuten? Wo gibt es Informationen zum Planungsverfahren? Wie können sich Anwohner über den aktuellen Stand informieren? Und wann stehen die nächsten Entscheidungen an?
Bürger sollen sich weiter einbringen
Eine Stunde lang standen René Kopp und Sina Löschke den Bürgern Rede und Antwort. Dabei erklärten sie auch, warum der erst 2025 verabschiedete Regionalplan für den Märkischen Kreis bereits wieder überarbeitet wird. Zugleich ermutigten sie die Anwesenden, sich regelmäßig über den Fortgang des Verfahrens und die Themen im Stadtrat zu informieren. Auch der Besuch von Ausschusssitzungen könne eine Möglichkeit sein, sich einzubringen, wenn es im kommenden Jahr erneut um den Regionalplan geht.
Bis zu einer möglichen Umsetzung des Flächenvorschlags sind allerdings noch mehrere Schritte notwendig. Zunächst werden sämtliche kommunalen und fachlichen Stellungnahmen ausgewertet. Auf dieser Grundlage erarbeitet die Bezirksregierung in Arnsberg einen ersten Entwurf des neuen Regionalplans. Dieser wird anschließend im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens der Öffentlichkeit vorgestellt. Ob die Regionalplaner den Flächenwünschen der Halveraner Stadtverwaltung tatsächlich folgen werden, bleibt daher zunächst offen.
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