Während der Glasfaserausbau in Halver trotz des Rückzugs des Auftragnehmers Unsere Grüne Glasfaser (UGG) weiter voranschreitet und eine Versorgungsquote von 97,8 Prozent in Aussicht steht, bleiben rund 95 Adressen weiterhin ohne Anschluss. Zugleich sorgt der Zustand der Bürgersteige nach den Bauarbeiten für Kritik. Einen Überblick über den aktuellen Stand gab Matthias Pohl vom Märkischen Kreis am Montag, 18. Mai, im Rat.
97,8 Prozent Versorgungsquote in Aussicht
Halver kann beim Glasfaserausbau trotz des Rückzuges von Unsere Grüne Glasfaser auf eine hohe Versorgungsquote blicken: Nach Abschluss aller derzeit laufenden Projekte geht der Märkische Kreis davon aus, dass 97,8 Prozent der Adressen in Halver Zugang zu schnellem Internet haben werden. Für einen kleinen Teil bleibt die Situation jedoch weiter offen. Rund 95 Adressen sind nach aktuellem Stand bislang nicht im Ausbau berücksichtigt, berichtete Matthias Pohl, Koordinator für Digitale Infrastruktur beim Märkischen Kreis.
Um auch diese Standorte zu versorgen, werden verschiedene Alternativen geprüft. Neben klassischen Ausbauvarianten kommen dabei auch kombinierte Lösungen aus DSL und Mobilfunk sowie Satellitenangebote in Betracht.
Das Problem mit den Bürgersteigen
Am Montagabend rückte auch ein weiteres zentrales Problem in Bezug auf den Glasfaserausbau in den Fokus: Der Zustand der Gehwege im Stadtgebiet. Kritisiert werden unter anderem unebene Flächen sowie Baustellen, die an manchen Stellen aufgrund des Glasfaserausbaus nicht vollständig oder nicht sorgfältig abgeschlossen wurden. Auch Martina Hesse von der CDU-Fraktion äußerte Kritik an der aktuellen Situation der Bürgersteige.
Wie Ramona Ullrich von der Stadtverwaltung im Rat erklärte, hat der Rückzug von Unsere Grüne Glasfaser die Lage zusätzlich verschärft. Ursprünglich war ein abgestimmtes Vorgehen zweier Unternehmen geplant: Glasfaserplus sollte die Gehwege öffnen und zunächst provisorisch schließen, während UGG später die Arbeiten ergänzen und die endgültige Instandsetzung übernehmen sollte.
Durch den Ausstieg von UGG wurde die ursprünglich vorgesehene zweite Phase der Arbeiten jedoch nicht mehr umgesetzt. Dadurch bleiben zahlreiche provisorische Baustellen zurück. Die Stadt verhandelt deshalb mit Glasfaserplus, damit die betroffenen Gehwege nun doch vollständig und dauerhaft fertiggestellt werden. Eine Lösung soll nach Angaben der Verwaltung zeitnah gefunden werden. „Zeitnah heißt vor den Sommerferien", betonte Ullrich.
Zudem wies Matthias Pohl auf den Glasfaseratlas hin. Der Glasfaseratlas ist eine interaktive, digitale Karte, die den aktuellen Stand und die Planung des Glasfaserausbaus in einer Region darstellt. Bürger können dort einsehen, welche Gebiete bereits versorgt sind und wo der Ausbau noch geplant oder im Gange ist.







