Der Verein für Kommunikation und Kultur (KuK) hatte das Format des gemeinsamen Singens erstmals ins Programm aufgenommen und damit gleich einen Treffer gelandet. „50 singen wie 500“, motivierte Arnd Fiedler eingangs die Besucher. Er hatte auf eine stärkere Resonanz gehofft, aber die, die da waren, gaben ihr Bestes.
David Rauterberg und aus Münster und Simon Bröcker aus Bremen sorgten für Stimmung und brachten die Besucher in Bewegung. Zwei Regeln galt es beim „Rudelsingen“ zu beachten: Gesungen wird im Stehen, weil es besser klingt und „es wird nicht gequatscht“, mahnte Teamleiter Rautenberg an.
Für ihn ist gemeinsames Singen Therapie. Es stärke das Immunsystem, vieles, was sich aufgestaut habe, könne man so rauslassen. Die Texte zum Mitsingen können von der Leinwand abgelesen werden.
Seit zehn Jahren sind die Rudelsingen-Teams bundesweit in 100 Kommunen unterwegs – mittlerweile auch in den Niederlanden. 800 verschiedene Lieder haben sie im vergangenen Jahr performt. Und für den Fall einer Neuauflage in Kierspe oder Meinerzhagen kündigte Rauterberg an, „können sie sich für die nächste Veranstaltung einen Song wünschen, sobald der Termin feststeht.“ Prinzipiell gilt: „Wir singen uns durch die Musikgeschichte.“
Wünsche für Playlist möglich
So ging es in drei Blöcken von „Love is in the Air“, über Country-Musik oder „Griechischer Wein“, „Über den Wolken“, Abba-Songs, Deutsch-Rock, den Paul-Kuhn-Klassiker „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ bis zum Welthit „Those were the Days“ (Mary Hopkin). Auch wenn einzelne die Playlist als etwas englisch-lastig empfanden, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Schon bei den ersten Gitarren-Akkorden rücken die Besucher zusammen, klatschen, swingen und singen mit.




Stimmungsvoll auch auch der Abschluss mit „Imagine“. Würden sich alle an die Vision des Beatles Lennon halten, müssten wir uns über den Krieg in der Ukraine keine Gedanken machen, hatte David Rauterberg bei aller Freude auch an die weniger schönen Seiten dieser Welt erinnert – und einen großen, visionären Musiker.









