Eine Katzen-Kastrationspflicht ist in vielen Kreis-Kommunen schon gesetzt – nun soll Kierspe nachziehen, fordert die FWG. In einem Antrag an den Rat der Stadt Kierspe fordert Peter Christian Schröder im Namen seiner Fraktion den Erlass einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter frei bewegen.
Ihren Antrag begründet die Fraktion unter anderem mit dem Jagdverhalten der Tiere, dem täglich kleinere Beutetiere wie Maulwürfe und Mäuse, aber auch Eidechsen, Blindschleichen, Frösche und Vögel zum Opfer fielen. Im Jahr 2021, so die FWG-Recherche, lebten in Deutschland rund 17 Millionen Hauskatzen plus mindestens zwei Millionen verwilderte Streuner. Tendenz: steigend.
Die Hauskatzen seien satt, findet die FWG, ihrem Nutzen, Höfe und Häuser von Mäusen zu befreien, müssten die meisten heute nicht mehr nachkommen. Stattdessen jagten sie Vögel. „Die Vögel werden meist nur totgebissen oder totgespielt und dann irgendwo abgelegt. So fallen allein in Deutschland jedes Jahr bis zu 200 Millionen Vögel Katzen zum Opfer (Schätzungen des NABU). Das wird zur echten Bedrohung für die Artenvielfalt, warnen auch andere Naturschützer. Untersuchungen aus anderen Ländern zeigen, dass bereits ganze Arten ausgerottet wurden. Die Katzen stören damit den natürlichen Nahrungskreislauf nicht nur durch das Töten der Beutetiere, sondern sie sind auch unnatürliche Konkurrenten für heimische Raubsäuger“, begründet die FWG.
Streuner – also wildlebende, sich unkontrolliert fortpflanzende Katzen – seien für ein Leben in der Natur nicht gerüstet und müssten ohne menschliche Fürsorge frühzeitig sterben, weil sie aufgrund ihrer schweren Lebensbedingungen anfälliger für Krankheiten sind, führt Schröder an. Sie seien in der Regel nicht geimpft, was wiederum Freigänger-Katzen, die ein festes Zuhause haben, gefährde.
Der FWG-Antrag wurde am Dienstag, 23. Januar, im Umwelt- und Bauausschuss von Peter Christian Schröder und Wolfgang Sikora an den Rat gestellt.










