Im Rahmen der Haushaltsberatungen stellten die Mitglieder des Ausschusses für Bürgerservice und Sicherheit in der Sitzung am Donnerstag, 12. Februar, einige Fragen an die Verwaltung. Gerade die Kosten für die IT-Sicherheit waren ihnen in Anbetracht der aktuellen Haushaltssituation deutlich zu hoch.
Alleine 35.000 Euro veranschlagt ein Angebot für die Beschaffung von notwendiger Hard- und Software für die Feuerwehr. Hinzu kommen monatliche Kosten in Höhe von rund 8000 Euro für die regelmäßige Wartung der Systeme an allen vier Standorten der Feuerwehr. Aktuell, so erklärte Sachgebietsleiterin Yvonne Behnke, sei dieses Angebot jedoch noch in der Prüfung. Das enthaltene Rund-um-die-Uhr-Betreuungspaket sei auch aus ihrer Sicht nicht benötigt und böte Möglichkeiten zur Einsparung. Für dieses Service alleine werden laut Angebot rund 1000 Euro je Monat fällig.
Das Angebot sorgte unter den anwesenden Politikern für reichlich Gesprächsbedarf — und oftmals auch für Unverständnis. CDU-Ratsherr Marvin Schüle versuchte, die langwierige Diskussion zu beenden und schlug der Verwaltung vor: "Lasst uns das doch abkürzen. Stellt uns das vorliegende Angebot doch gerne zur Verfügung, wir können uns das in Ruhe anschauen oder Fachleute darüber gucken lassen, und dann können wir da in der nächsten Ausschusssitzung faktenbasiert drüber diskutieren." Dieser Vorschlag fand in allen Fraktionen Anklang.
Im Raum blieb jedoch die Frage stehen, weshalb die Verwaltung überhaupt ein solches Angebot einhole und nicht die hauseigene IT-Abteilung mit den Arbeiten beauftrage. So können Kosten gesenkt werden, ohne die digitale Sicherheit der Feuerwehr zu gefährden. Die Verwaltung erklärte jedoch, dass laut politischem Wille explizit kein weiteres Personal eingestellt werden solle. Da die Kapazitäten der hauseigenen IT nicht für diese Zusatzaufgabe ausreichen, müsse diese Leistung von extern eingekauft werden.
Mehr Zeit benötigt
Der Haushalt wurde am Ende des Ausschusses an den Rat empfohlen — deutliche Zustimmung sieht jedoch anders aus. Lediglich aus Reihen der SPD-Fraktion gab es ein positives Signal in Richtung der Stadtverwaltung, sämtliche andere Fraktionen enthielten sich. Sie benötigen fraktionsintern mehr Zeit, um über den Haushalt zu beraten, den Kämmerer Simon Thienel und Bürgermeister Armin Kibbert in der Ratssitzung am Montag, 15. Dezember, 2025 eingebracht hatten.










