Alle Jahre wieder war der Kartenvorverkauf für die Karnevalsparty der kfd St. Laurentius in rekordverdächtigen fünf Minuten erledigt und 110 Eintrittskarten an die Frau gebracht. Zahlreiche weitere Kartenwünsche mussten unerfüllt bleiben. Und dann am Altweiberdonnerstag: von wegen sture Sauerländerinnen. Die Stimmung beim alljährlich wiederkehrenden Altweiberkarneval der kfd im Pfarrsaal der Kirchengemeinde St. Laurentius, der in diesem Jahr unter dem Motto „Flower Power“ stand, war wieder ganz hervorragend.

Dies lag ganz bestimmt nicht daran, dass Männer an diesem Abend eine eher untergeordnete Rolle als Bedienung, als Umbauteam auf der Bühne oder als Transporteure für einen sicheren Heimweg dienten, nein, es lag an den Verantwortlichen der kfd um Betty Küster und das siebenköpfige Team, die wieder ein tolles, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hatten. Bis auf drei Auftritte wurden alle Programmpunkte mit nur fünf Proben vor Ort selber auf die Bühne gebracht. Es lag aber auch an den vielen feierwütigen, gut gelaunten „Weibern“, die sich getreu dem Motto des Abends verkleidet hatten und einen vergnüglichen Altweiberkarneval verbringen wollten.

Pew Baetzel löste als "Blöschkopp" Lachsalven aus.
Foto: Hans-Jörg Dietz/LokalDirekt

Das gelang mit den Programmpunkten „Die Pilze“ und der „Kneipe Freudenhaus“ ganz vorzüglich. Nach dem „Speeddating“ hatte der „Dä Blödschkopp“ alias Pew Baetzel die komplette, verdiente Aufmerksamkeit des Publikums. Ob die Geschichte von der Wünschelrute oder dem Erlebnis als Stripteasetänzer oder Einräumen der Spülmaschine - als Büttenredner aus Köln gab er alles. „Krankheiten beim Älterwerden“ und ein erster Auftritt der „Gemeindehüpfer Hübl“ beendeten den ersten Teil des Programms.

In der Pause konnten die Getränkereserven an den Tischen aufgefüllt werden, der Hunger gestillt oder einfach die Musikuntermalung von Dietmar Hecker mit weiterem Schunkeln begleitet werden. Dieter Hecker begleitete übrigens den ganzen Abend mit perfekter Musik- und Lichttechnik.

„Tadeuz“ eröffnete den Teil zwei des Programms mit einem Sinnieren über den Karneval. Fazit seines Vortrags war: „Zusammen geht es leichter. Karneval ist Dienst am Menschen, aber in Luftschlangenform.“

Erlebnisse im Flugzeug und ein sehr launiger Vortrag von Annemie und Gisela über einen Besuch bei der Fußpflege mit Keksen vom Fressnapf und der Erkenntnis, dass „ADHS nur das Kürzel für Andauernden Durst, Hunger und nur Scheiße im Kopf“ bedeute, beendeten diesen viel umjubelten Auftritt. Noch einmal zeigten die Gemeindehüpferinnen ihr Können auf der Bühne. Nach einer weiteren Pause sorgten ein Besuch bei der Rentenkasse und eine Störung der Nachtruhe sowie ein Apothekersketch um Tampons und Tempos für Lachsalven. Das Finale bestritten „Roland Kaiser“ und „Maite Kelly“, die den Saal zum Kochen brachten und nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden.

Dankesworte von Betty Küster an Susi, Cordula, Heike, Ulrike, Judith, Anja, Laura, Susi, Silke und alle anderen Akteurinnen auf der Bühne mit Verleihung des Laurentius-Karnevalsordens 2026 beendeten den offiziellen Teil der Veranstaltung. Damit war aber noch nicht Schluss. Bis in den späten Abend hinein feierten die Altweiber aus Plettenberg und Umgebung. „Ein absolut gelungener Abend“, lautete die einhellige Beurteilung.